Chiel Meijering

Chiel Meijering (Michael Maria Meijering; * 15. Juni 1954 in Amsterdam) ist ein niederländischer Komponist.

Leben

Meijering studierte am Conservatorium van Amsterdam Komposition bei Ton de Leeuw, Perkussion bei Jan Labordus und Jan Pustjens sowie Klavier. Er komponierte mehrere hundert Werke, vorwiegend für kammermusikalische Besetzung. Viele dieser Werke entstanden für Kammermusikensembles wie das Aurelia Saxophone Quartet, das Loeki Stardust Quartet und das Amsterdam Guitar Trio. The End of a Specimen (1981) wurde vom Netherlands Ballet Orchestra im Rahmen eines Wettbewerbs für junge niederländische Komponisten uraufgeführt, Bedouin caravan in the desert (1977) gewann einen Preis beim Kompositionswettbewerb der Stiftung Gaudeamus prämiert. Diese zwei Kompositionen wurden mit dem Werk I can’t get no satisfaction (nach dem Song der Rolling Stones) 1985 für das Ballett Want wij weten nicht wat wij doen von Rudi van Dantzig verwendet.

Zudem komponierte er die Ballettmusiken De neusgaten van Sophia Loren (1986) und Ahnung des Endes (1987). Anlässlich des einhundertjährigen Jubiläums des Concertgebouw wurde 1988 Gedoogzone für zwei Klaviere uraufgeführt. Die Uraufführung des Violinkonzerts Neigingen spielte 1986 Robert Szreder mit dem Het Brabants Orkest. How to be an Italian für zwölf Harfen und Akkordeon komponierte Meijering für das Europäische Harfensymposium 1995, P.W. and his Skillet Lickers (1996) für den Cellisten Pieter Wispelwey und die Amsterdam Sinfonietta. Für Die 12 Cellisten komponierte er zur Cellobiennale 2016 das Stück whatever lies ahead. Kompositionsaufträge erhielt er u. a. vom Netherlands Wind Ensemble, dem Asko|Schönberg Ensemble und den Berliner Philharmonikern, von Denise Jannah und Piet Gerbrandy.

Als Opernkomponist debütierte Meijering 1984 mit St. Louis blues (Libretto von Paul Binnerts). Erfolgreich wurde dann die Oper Alzheimer (Libretto von Bert Keizer), die 2006 am Muziekgebouw aan ’t IJ uraufgeführt wurde und ihn einem breiteren Theaterpublikum bekannt machte. Es folgte die Opern The Styx (2006, 2007), Gershwin in Blue (2008), Blauwbaard (2010), The Tempest (2011), Suikertantes (2014) und St.Louis Blues (2019). Die Kinderoper Welluzz-Nietuzz wurde 2000 im Councertgebouw an vier Tagen vor insgesamt 5.000 Kindern aufgeführt. Meijering verbindet in seinen Kompositionen die verschiedensten Musikstilen von Pop und Jazz bis hin zu Klassik und Avantgarde. Seine programmatischen Titel sind häufig humorvoll, provokant oder verspielt, wie etwa bei Werken wie I Hate Mozart, I’ve Never Seen a Straight Banana, If the Camels Don’t Get You, the Fatimas Must! und Background-Music for Non-Entertainment Use in Order to Cover Unwanted Noise.

Quellen

Personendaten
NAME Meijering, Chiel
ALTERNATIVNAMEN Meijering, Michael Maria
KURZBESCHREIBUNG niederländischer Komponist
GEBURTSDATUM 15. Juni 1954
GEBURTSORT Amsterdam