
Chloe Piene (* 10. Januar 1972) ist eine deutsch-amerikanische bildende Künstlerin.
Chloe Piene wurde in den Vereinigten Staaten als Tochter des deutschen Künstlers Otto Piene geboren. Sie erlangte einen BA in Kunstgeschichte an der Columbia University und einen MFA in Bildender Kunst an der Goldsmiths, University of London.
Piene ist für ihre zarten und durchdringenden Zeichnungen bekannt, die thematisch häufig im Körper verankert sind. Diese wurden als „brutal, zart, figurativ, forensisch, erotisch und fantastisch“ beschrieben. Ihre Arbeit mit Video und Skulptur machen sich die größere sensorische Wirkung von Lärm, Schatten und schweren Materialien zunutze. In ihren Skulpturen arbeitet Piene hauptsächlich mit Eisen, Stahl, Porzellan und Installationen.
2016 führte Piene die Performance Familienaufstellung in Wien, Österreich auf. Die Familienaufstellung wurde in den 1990er Jahren von dem deutschen Psychotherapeuten Bert Hellinger als Therapieform entwickelt. Piene lud Künstler, Schauspieler und Freunde ein, ihre Familienmitglieder zu spielen. Der Künstler Matthew Barney stellte ihren Bruder dar, die Schauspielerin Petra Morzé mimte ihre Mutter. Pienes frühere Performance To Serve war ein kollaborativer Dialog mit einem United States Special Operations Commander in New York. Sie bildete das Gegenstück zu einer dreiteiligen Videoserie, die mit Kameras arbeitete, die auf den Helmen von in Afghanistan stationierten Soldaten befestigt waren.
Pienes Werk wurde unter anderem in The New York Times, Frieze, Le Figaro, Los Angeles Times, BOMB Magazine, The Philadelphia Inquirer, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Süddeutschen Zeitung und der Berliner Zeitung rezensiert. Bücher umfassen Vitamin D, Phaidon; Drawing People, The Hayward Gallery, London; Les Maitres du Desordre, The Musée Quai Branly, Paris; A Passion For Drawing, Selection From The Guerlain Collection and Drawing Now, The Albertina Museum, Vienna.
| Personendaten | |
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| NAME | Piene, Chloe |
| KURZBESCHREIBUNG | bildende Künstlerin |
| GEBURTSDATUM | 10. Januar 1972 |