| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Chloressigsäurechlorid | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C2H2Cl2O | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose bis gelbliche, stechend riechende Flüssigkeit | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 112,94 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig | ||||||||||||||||||
| Dichte |
1,42 g·cm−3 | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
−22 °C | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
106 °C | ||||||||||||||||||
| Dampfdruck |
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| Löslichkeit |
in Wasser Zersetzung | ||||||||||||||||||
| Brechungsindex |
1,452–1,454 | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| MAK |
Schweiz: 0,05 ml·m−3 bzw. 0,24 mg·m−3 | ||||||||||||||||||
| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Thermodynamische Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| ΔHf0 |
−283,7 kJ/mol | ||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | |||||||||||||||||||
Chloressigsäurechlorid ist eine Chemikalie, genauer die einfach chlorierte Form des Essigsäurechlorids. Die farblose bis leicht gelbliche, stechend riechende Flüssigkeit raucht an feuchter Luft.
Gewonnen werden kann Chloressigsäurechlorid durch Chlorierung von Chloressigsäure mit Phosphortrichlorid, Thionylchlorid, Sulfurylchlorid oder Phosgen. Alternativ kann Vinylidenchlorid mit Sauerstoff in Gegenwart von Radikalinitiatoren (Chlor, UV-Licht) in der Dampfphase zu Chloressigsäurechlorid umgesetzt werden.
Chloressigsäurechlorid ist eine farblose bis gelbliche und nicht brennbare Flüssigkeit. Der Siedepunkt bei Normaldruck liegt bei 106 °C. Die Dampfdruckfunktion ergibt sich nach Antoine entsprechend ln(P) = A−(B/(T+C)) (P in bar, T in K) mit A = 4,25901, B = 1331,94 und C = −65,974 im Temperaturbereich von 301 bis 380 K. Die Verdampfungsenthalpie beträgt 40,8 kJ·mol−1.
Mit Wasser reagiert Chloressigsäurechlorid heftig zu Monochloressigsäure und Chlorwasserstoff. Die Hydrolyse verläuft mit einer Reaktionsenthalpie von −93,51 kJ·mol−1 exotherm. Analog erfolgt mit Alkoholen eine Umsetzung zu den entsprechenden Estern. Oberhalb von 250 °C zersetzt sich die Verbindung unter Bildung von Phosgen, Chlor, Chlorwasserstoff, Dioxine und anderen giftigen oder ätzenden Stoffe.
Chloressigsäurechlorid ist ein wichtiger Baustein für die Synthese organischer Verbindungen, z. B. Pflanzenschutzmitteln, Adrenalin, Diclofenac, Diazepam oder Lidocain.