Christbaumversteigerung

Christbaumversteigerung ist ein in Süddeutschland und Österreich verbreiteter Brauch, der nach Weihnachten von Vereinen oder Vereinigungen in Gaststätten oder Vereinsheimen durchgeführt wird. Die Ursprünge dieses Brauches sind nicht mehr genau herauszufinden. Ziel ist es, gespendete Waren oder Naturalien nach dem Prinzip einer traditionellen Auktion höchstbietend zu verkaufen. Der Erlös der Versteigerung kommt zumeist den Vereinskassen oder wohltätigen Zwecken zugute.

Teilnehmer

Versteigerungsführung

Ähnlich einer traditionellen Auktion, wird die Versteigerung durch einen Auktionator, im Folgenden Versteigerer genannt, durchgeführt. Dieser zeigt den Anwesenden das zu veräußernde Gut, beschreibt es, animiert zum Kauf und nimmt die Gebote der Tische oder Einzelpersonen entgegen. Gebote werden durch Zuruf oder Handzeichen abgegeben. Das höchste Gebot erhält nach angemessener Wartezeit und Nennung der Formel „Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten“ den Zuschlag. Die Übergabe der ersteigerten Ware erfolgt durch den Versteigerer direkt nach Zuschlag und muss unverzüglich an einen der umstehenden Kassiere bezahlt werden.

Eine Christbaumversteigerung verläuft zumeist in mehreren Etappen. Die Dauer beläuft sich in der Regel auf zwischen einer und zwei Stunden.

Das Ende ist erreicht, wenn alle Gegenstände und der Gipfel des Christbaums veräußert wurden und der Versteigerer das Endergebnis öffentlich bekannt gibt.

Einzelnachweise

  1. ↑ Christbaumversteigerung: 3000 Euro für die Renovierung der Dorfkirche. 27. Dezember 2011, abgerufen am 30. November 2025.
  2. ↑ Christbaumversteigerung in Gestratz 2012 (Memento vom 9. Dezember 2014 im Internet Archive)
  3. ↑ Trachtenverband Bayern e.V. Christbaumversteigerung (Memento vom 5. Oktober 2016 im Internet Archive)