
Christian Caillard (* 26. Juli 1899 in Clichy; † 18. September 1985 in Paris) war ein französischer Maler, Zeichner und Illustrator. Er wird dem sogenannten poetischen Realismus zugerechnet.
Christian Caillard studierte zunächst an der École Centrale d’Ingénieurs, bevor er sich 1921 an der Académie Billoul einschrieb. Dort schloss er eine enge Freundschaft mit dem Schriftsteller Eugène Dabit. Ab 1923 malte er gemeinsam mit Maurice Loutreuil (gest. 1925) vor allem in Pré-Saint-Gervais. Loutreuil vermittelte ihm wesentliche künstlerische Impulse von Paul Cézanne, die sein Frühwerk nachhaltig prägten. Ab 1927 unternahm Caillard wiederholte Reisen nach Marokko, die sein Kolorit und seine Motivwahl entscheidend beeinflussten. Von 1929 bis 1932 hielt er sich auf Bora Bora, Bali und Martinique auf; 1971 bereiste er Ceylon.
1934 erhielt Christian Caillard den Prix Blumenthal, 1936 den Prix de l’Afrique du Nord. 1940 geriet er in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr hielt er sich häufig in der Bretagne, insbesondere in Saint-Guénolé und auf der Insel Ouessant, sowie in Jávea (Spanien) auf. Seit 1925 war er im Salon des Tuileries vertreten, später auch im Salon d’Automne.
Christian Caillards Frühwerk ist vom Streben nach geschlossener Form und farblichem Volumen geprägt, wie es die Auseinandersetzung mit Cézanne und Loutreuil nahelegt. Sein Werk umfasst Porträts, intime weibliche Akte – häufig liegend –, Figuren, Stillleben, Interieurs und klar gegliederte Landschaften. Durch seine Auslandsreisen angeregt, kommen zudem exotische und orientalische Szenen hinzu. Das kräftige Kolorit seiner Werke wurde maßgeblich durch seine Erfahrungen in Marokko und der Südsee geprägt. Die Gestaltungsweise konzentriert sich auf elementare Formen und Farben und verzichtet auf anekdotische Elemente. Damit knüpft sein Werk sowohl an die klassische Maltradition als auch an die Avantgarde der Jahrhundertwende an.
1937 schuf Caillard die Dekorationen für den Palais de la Découverte in Paris, 1938 entstanden die Szenen zum Ruhm der Komödie für das Foyer des Théâtre de l’Odéon. Im Jahr 1939 schuf er fünf Fresken mit Episoden aus dem Leben Buddhas für den Konferenzsaal des Musée Guimet.
Er arbeitete auch als Illustrator und schuf Radierungen zu Colettes Belle Saison (1945) sowie Lithografien zu Fleurs du Désert (1950) und Francis Carcos Mortefontaine (1960).
| Personendaten | |
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| NAME | Caillard, Christian |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Maler, Zeichner und Illustrator |
| GEBURTSDATUM | 26. Juli 1899 |
| GEBURTSORT | Clichy |
| STERBEDATUM | 18. September 1985 |
| STERBEORT | Paris |