
Christian Fandrych (* 1961) ist ein deutscher Sprachwissenschaftler.
Fandrych studierte Germanistik, Geschichte, Pädagogik und Deutsch als Fremdsprache in Göttingen und München. 1992 promovierte er über Wortart, Wortbildungsart und kommunikative Funktion bei Ludwig M. Eichinger. Es folgten einige Stationen als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent an der Universität Passau, der Universität München, an der nationalen Universität Mexikos in Mexiko-Stadt und am King’s College in London. 2006 wurde er zum Professor für Linguistik des Deutschen als Fremdsprache am Herder-Institut der Universität Leipzig berufen.
Fandrych ist seit 2006 Mitherausgeber der Zeitschriften Fremdsprache Deutsch und Zielsprache Deutsch (bis 2019); seit 2008 ist er Chefredakteur von Deutsch als Fremdsprache. Seit 2020 ist Fandrych Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim (IDS). Von 2015 bis 2018 war er Vorsitzender des Beirats Sprache des Goethe-Instituts und von 2012 bis 2016 Vorsitzender des Beirats Germanistik des DAAD. Im wissenschaftlichen Beirat des Fachverbands Deutsch als Fremdsprache war er von 2015 bis 2021 tätig.
Christian Fandrych wurde 2018 mit dem Konrad-Duden-Preis ausgezeichnet. Die Entscheidung des Preisgerichts wurde wie folgt begründet:
„Der Sprachwissenschaftler Christian Fandrych zeichnet sich vor allem durch sein tiefgehendes Interesse in den Bereichen Kontrastive Linguistik und Sprachdidaktik aus. Schon in den Anfängen seiner wissenschaftlichen Karriere hat er dem Unterricht in Deutsch als Fremdsprache (DaF) besondere Bedeutung beigemessen und sich intensiv mit möglichen Optimierungen und Innovationen in dieser Disziplin beschäftigt, wie zum Beispiel mit Fernstudiengängen für DaF-Lehrende im Ausland.“
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fandrych, Christian |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Linguist |
| GEBURTSDATUM | 1961 |