Regelmann war der Sohn eines Geometers und ein Bruder des Oberhausener Stadtbaurats Albert Regelmann (1846–1912). Er machte eine Berufsausbildung zum Topographen und wurde anschließend Mitarbeiter des Württembergischen Statistischen Landesamtes. Dort war Regelmann als Inspektor und zuletzt als Rechnungsrat angestellt. Bei trigonometrischen Höhenaufnahmen erfasste er auch den geologischen Untergrund und die Mächtigkeit von Schichteinheiten. Die dazu notwendigen geologischen Kenntnisse erwarb er durch Literaturstudium, Reisen und den Besuch von Tagungen. Regelmann gilt als Entdecker der Kieserschen Forstkarte, einer frühen Kartierung der württembergischen Forste in den Jahren 1680-1687. 1891 erschien eine von ihm erarbeitete Hydrographische Übersichtskarte 1: 600.000 des Königreichs Württemberg.
Die Regelmann-Karte
Nach Regelmann wurde die 1893 erstmals erschienene „Geognostische Uebersichtskarte des Königreichs Württemberg im Maßstab 1: 600 000“ als „REGELMANN-Karte“ bezeichnet. Sie wurde herausgegeben vom K.Württ.Statistischen Landesamt. Die von ihm bearbeitete Übersichtskarte profitierte von seiner kartographischen Ausbildung und einer bereits international verwendeten Farbgebung. Die Karte zeichnete sich durch eine klare, übersichtliche Darstellung und einen niedrigen Preis aus. 1894 erschien bereits die 2. Auflage und bis 1919 die 10. Auflage mit einem Erläuterungsband von 92 Seiten. Nach Schätzungen von Franz Kirchheimer wurden bis 1920 insgesamt etwa 15000 Exemplare gedruckt.
Kartenstände/Chronologie
1892: Geognostische Uebersichtskarte des Königreichs Württemberg im Maßstab 1: 600 000. Auf Grund der geognostischen Specialaufnahmen bearbeitet und herausgegeben von dem K. Württ. Statistischen Landesamt. Bearbeitet von C. REGELMANN, Inspektor im K.Württ. Statistischen Landesamt. — Druck: Giesecke & Devrient, Leipzig u. Berlin. — [Auslieferung Frühjahr 1893]
1894: 2. Auflage, Titel wie 1. Auflage
1897: 3. (verbesserte) Auflage
1899: 4. (verbesserte) Auflage
1903: Neudruck der 4. Auflage
1905: Geologische Uebersichtskarte von Württemberg und Baden, dem Elsass, der Pfalz und den weiterhin angrenzenden Gebieten. Herausgegeben von dem K. Württembergischen Statistischen Landesamt. — 5., erweiterte Auflage der geognostischen Übersichtskarte des Königreichs Württemberg im Maßstab 1 :600 000, bearb. v. C. REGELMANN.-[Druck: Giesecke & Devrient, Leipzig u. Berlin]
1906: 6., verbesserte Auflage, bearbeitet von C. REGELMANN mit Erläuterungen! [erstmals]
1907: 7., verbesserte Auflage?
1909: Neudruck der 7. Auflage
1911: 8. Auflage
1913: 9., verbesserte Auflage, bearbeitet von C. REGELMANN
1914: Geologische Übersichtskarte von Württemberg und Baden, dem Elsass, der Pfalz und den weiterhin angrenzenden Gebieten / Erl.1914, 9. Aufl., 2. Abdr., Neudruck der neunten Auflage (in 92 Farbtönen)
1919: Geologische Übersichtskarte von Württemberg und Baden, dem Elsass, der Pfalz und den weiterhin angrenzenden Gebieten mit 25 Profilen im Text u. 1 Erdbebenkarte Südwestdeutschlands Regelmann, Christian. - Stuttgart: H. Lindemann, 1919, 10. Aufl., bearbeitet von C.&K. REGELMANN. Herausgegeben von dem Württembergischen Statistischen Landesamt.
1920: 11. Auflage, bearbeitet von C. & K. REGELMANN
1921: Erläuterungen zur 11. Auflage der Geologischen Uebersichtskarte von Württemberg und Baden, dem Elsass, der Pfalz und den weiterhin angrenzenden Gebieten Regelmann, Christian. - [s. l.]: [s. n.]Stuttgart (: W. Kohlhammer), 1921
↑W.Reiff: Zur Geschichte des Geologischen Landesamts Baden-Württemberg, Jh. geol. Landesamt Baden-Württemberg, Band 34, 1992, S. 7–191
↑Taufregister Undingen 1808-1859, Jg. 1842, Bl. 172, zw. Nr. 8 und 9. Eltern: Christian Regelmann, Geometer, und Helene geb. Fauser. Bemerkung: "Die Aeltern sind von Plochingen, u. hielten sich d. Sommer über in Undingen auf."