
Christian Tobin (geborener Mayer, * 1956 in München) ist ein deutscher bildender Künstler. Er gilt als Erfinder der kinetischen Steinskulptur.
Tobin absolvierte zunächst von 1975 bis 1978 eine Bildhauerlehre. Es folgte ein Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München, das er 1984 als Meisterschüler von Leo Kornbrust mit dem Diplom abschloss.
Im Jahr 1981 nahm Tobin am Internationalen Steinbildhauer-Symposion Straße der Skulpturen bei St. Wendel teil.
Seinen ersten Kugelbrunnen schuf Tobin (noch als Christian Mayer) anlässlich der Internationalen Gartenbauausstellung in München 1983. Tobin formt seine Steine so, dass sie auf einem hauchdünnen Wasserfilm schwimmen. Eine Pumpe presst ständig frisches Wasser in den Spalt zwischen Stein und seinem kalottenförmigen Gegenstück, wodurch sich selbst tonnenschwere Steine von Kinderhand bewegen lassen (Prinzip des hydrostatischen Gleitlagers). Durch eine spezielle Düsentechnik wird erreicht, dass die Steine sich auch „von selbst“ drehen können bzw. schaukeln oder tanzen. Der Kugelbrunnen im Westpark München war der erste seiner Art weltweit. Der zweite wurde 1979 in Carrara (Piazza D’Armi) von Kenneth Davis geschaffen. Tobins wasserkinetische Skulpturen sind heute im öffentlichen Raum in vielen Ländern Europas, aber auch in den USA, in Korea oder in Japan zu finden. Den kinetischen Steinskulpturen von Tobin ist zu eigen, dass Menschen, die vorbeigehen, über ihre Funktionsweise und Gestaltung ins Gespräch kommen.
Darüber hinaus zählen besondere Sonnenuhren und leuchtende Steine zum Werk Tobins.
Tobin lebt und arbeitet in der Nähe von München und in Lagos/Portugal.
Von Tobin gibt es zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum, darunter:

| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Tobin, Christian |
| ALTERNATIVNAMEN | Mayer, Christian |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher bildender Künstler |
| GEBURTSDATUM | 1956 |
| GEBURTSORT | München |