Christian von Hanstein

Christian von Hanstein († vor 1532), Mitglied des aus dem Eichsfeld stammenden Adelsgeschlechts derer von Hanstein, war ein hoher Beamter des Erzstifts Mainz und der Landgrafschaft Hessen, zuletzt landgräflicher Statthalter von Niederhessen.

Christian, ein Sohn des hessischen Marschalls Werner von Hanstein und dessen Ehefrau Katharina geb. von Solms, stand anfangs ebenfalls in landgräflich-hessischem Dienst. Er begleitete den Landgrafen Wilhelm I. auf dessen Pilgerreise 1491–1492 nach Palästina und war 1492 des Landgrafen Hofdiener mit vier Pferden. Seine darauf folgenden weiteren Bestallungen in hessischem Dienst sind nicht bekannt.

Er trat in der Folge in mainzischen Dienst und war spätestens ab Juni 1509 kurmainzischer Amtmann auf dem Eichsfeld mit Amtssitz auf der Burg Rusteberg. Als solcher ist er bis 1515 bekundet.

Danach befand er sich erneut in landgräflich-hessischem Dienst. Am 30. März 1515 verkauften ihm die Landgrafen-Witwe und vormundschaftliche Regentin Anna (1485–1525) und die Kasseler Räte für 3500 Gulden wiederkäuflich die Burg und das Gericht Ludwigstein. Dort diente er als hessischer Rat und Amtmann, und noch am 30. Juni 1520 wird er „Amtmann zum Ludwigstein“ genannt, obwohl er inzwischen (und wohl gleichzeitig) andere landgräfliche Ämter bekleidete. So ist er, gemeinsam mit Hermann Rupp und Henn Lesch, am 23. September 1518 als Verweser in Gießen beurkundet. Schon kurz danach, am 11. Oktober 1518, wurde er zum niederhessischen Statthalter in Kassel ernannt, anfangs gemeinsam mit Kraft von Bodenhausen, bereits wenige Tage später dann jedoch allein. Noch gegen Ende Oktober 1529 ist er in diesem Amt bezeugt.

Literatur

Personendaten
NAME Hanstein, Christian von
KURZBESCHREIBUNG hessischer und kurmainzischer Rat und Amtmann
GEBURTSDATUM 15. Jahrhundert
STERBEDATUM 1532