Christiane Feser (* 1977 in Würzburg) ist eine deutsche Künstlerin und Fotografin, die vorwiegend mit Fotoobjekten arbeitet.
Von 1999 bis 2006 studierte sie Visuelle Kommunikation und Fotografie an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main bei Heiner Blum und Lewis Baltz. Während dieser Zeit war sie von 2000 bis 2003 Mitarbeiterin am Forschungsprojekt Digitalcraft des Museums für Angewandte Kunst in Frankfurt. Das Studium schloss sie mit Diplom ab.
2011 erwarb das Solomon R. Guggenheim Museum in New York Bilder aus ihrer Werkserie Latente Konstrukte für seine Sammlung. „Ausgangspunkt sind Papiermodelle, die fotografiert und anschließend wiederholt überarbeitet werden. Durch Schnitte und Perforationen, Vernähungen und Aufbiegungen, durch Kopieren, Drucken und erneutes Fotografieren durchlaufen diese Bilder verschiedene Ausdrucksstadien. Es entstehen vielschichtige, rhythmisch angeordnete geometrische Strukturen. Reiche Licht- und Schattenwerte verleihen ihnen paradox anmutende räumliche Wirkungen“.
„Sie arbeitet oft mit abstrakt-geometrischen Kompositionen und Formen, die sie modifiziert, faltet, abfotografiert, die dreidimensionalen Formen in das fotografische Abbild einbaut, noch einmal abfotografiert. Dieser Prozess ist langwierig und wiederholt sich manchmal mehrfach, ohne dass am Rechner eingegriffen wird“. Dadurch entstehen nicht figürliche und abstrakte fotografische Werke. In ihren oft großformatigen Arbeiten „geht es Christiane Feser um die Autonomie des fotografischen Bildes“, das als eigenes Werk für sich steht, „anstatt nur etwas darzustellen“.
Sie lebt in Frankfurt am Main. Ab 2015 arbeitete sie in einer Atelieretage im Frankfurter Gallusviertel. Inzwischen arbeitet sie in einem Künstlerhaus im Frankfurter Stadtteil Fechenheim.
Einzelausstellungen (Auswahl)
Gruppenausstellungen (Auswahl)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Feser, Christiane |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Künstlerin und Fotografin |
| GEBURTSDATUM | 1977 |
| GEBURTSORT | Würzburg |