Christiane Fichtner

Christiane Fichtner (* 1974 in Tübingen) ist eine deutsche Künstlerin und Modistin. Zu ihren bekanntesten Werkgruppen gehören das „Heftarchiv/Loose Leaf Archive“, sowie das kollaborative „Projekt Biografie“.

Leben

Christiane Fichtner absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Modistin in Heidenheim und legte nach weiteren Gesellenjahren die Meisterprüfung bei der Modisten-Innung in Stuttgart ab. Anschließend studierte sie Modedesign an der Hochschule für Künste Bremen bei Istvan Ekrich. Anschließend begann sie ein Studium der Freien Kunst, das sie ebenfalls an der Hochschule für Künste Bremen abschloss. Fichtner war ein Jahr lang Meisterschülerin bei Rolf Thiele. Sie erlangte zwei Masterabschlüsse (Master of Fine Arts), einen in Modedesign und einen in Freier Kunst. Fichtner ist Mitglied des Bremer Künstlerinnenverbandes GEDOK und des BBK Bremen.

Seit 2005 ist sie als freischaffende Künstlerin tätig und hat an zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen teilgenommen. Fichtner erhielt mehrere Stipendien und ist Lehrbeauftragte, unter anderem an der Hochschule für Künste Bremen, der Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und der Universität Paderborn. Parallel zu ihrem Studium und ihrer künstlerischen Laufbahn arbeitete sie über zehn Jahre am Theater Bremen, wo sie als Hutmacherin, Kostümassistentin, Bühnenmalerin und Garderobiere tätig war. Hervorzuheben ist ihre Mitarbeit an der Produktion „Die letzten Tage der Menschheit“ (1999–2005) im U-Boot-Bunker Valentin in Bremen-Farge, unter der Regie von Johann Kresnik. Seit 2010 arbeitet sie als Modistin für das Bayreuther Festspielhaus und verantwortet dort die Kopfbedeckungen für die jährlich neuen Inszenierungen, in Zusammenarbeit mit Kostümbildnern wie Andy Besuch, Meentje Nielsen, Klaus Bruns, Neo Rauch & Rosa Loy, Rainer Sellmaier und Sibylle Wallum.

Einen Großteil des Jahres verbringt Christiane Fichtner auf Reisen. Sie ist verheiratet und hat ihre Basis auf einem Bauernhof nahe Mannheim. Fichtner ist die Tochter des Arztes und Medizinhistorikers Gerhard Fichtner.

Ausstellungen

Einzelausstellungen (Auswahl)

Gruppenausstellungen (Auswahl)

Auszeichnungen/Stipendien (Auswahl)

Publikationen

Einzelnachweise

  1. ↑ Verlagsgruppe Hof, Coburg, Suhl Bayreuth: Tübingerin arbeitet für die Festspiele und schlüpft als Künstlerin in erdichtete Lebensläufe: Bayreuth: Christiane Fichtners spannende Doppelexistenz – Nordbayerischer Kurier. Abgerufen am 18. November 2024.
  2. ↑ Christiane Fichtner. Abgerufen am 18. November 2024 (englisch).
  3. ↑ Stadt Salzburg: Video by my guest Christiane Fichtner. 10. Oktober 2016, abgerufen am 18. November 2024.
  4. ↑ Nominierte Kunststudentinnen und Kunststudenten stellen aus. Abgerufen am 19. November 2024.
  5. ↑ Christiane Fichtner. 11. Mai 2017, abgerufen am 18. November 2024.
  6. ↑ Christiane Fichtner // Konzeptkunst – bbk bremen. 5. Dezember 2021, abgerufen am 18. November 2024.
  7. ↑ RSG: Un_erhört. Wie sich die Vulva heute Gehör verschafft! - Wilhelm Hack Museum. Abgerufen am 4. Dezember 2024.
  8. ↑ Altes Gueteramt. Abgerufen am 18. November 2024.
  9. ↑ Stadt Salzburg-Huber Susanne Ing: Gastkünstler*innen AIR 2015. Abgerufen am 19. November 2024.
  10. ↑ Die Zeit: Der Trecker zieht nach Westen. In: Die Zeit. 11. März 2004, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 18. November 2024]).
Personendaten
NAME Fichtner, Christiane
KURZBESCHREIBUNG deutsche Künstlerin und Hutmacherin
GEBURTSDATUM 1974
GEBURTSORT Tübingen