Christina Lutter (* 17. September 1970 in Wien) ist eine österreichische Historikerin. Sie lehrt als Professorin am Institut für Geschichte der Universität Wien.
Christina Lutter studierte von 1989 bis 1992 Geschichte an der Universität Wien und absolvierte die postgraduale Ausbildung am Institut für Österreichische Geschichtsforschung (1992–1995). Im Jahr 1997 wurde sie promoviert mit einer Arbeit zu politischer Kommunikation in der Frühen Neuzeit am Beispiel der diplomatischen Beziehungen zwischen der Republik Venedig und König Maximilian I. Die Habilitation zur Universitätsdozentin für mittelalterliche Geschichte folgte im Jahr 2004 mit einer geschlechtergeschichtlichen Arbeit zu monastischen Reformgemeinschaften im 12. Jahrhundert, für die sie unter anderem mit dem Carl-Erdmann-Preis des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands und dem Michael-Mitterauer-Preis ausgezeichnet wurde.
Von 1994 bis 2007 war sie im österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung zunächst als Koordinatorin der Forschungsprogramme Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie als stellvertretende (ab 2003) und interimistische (2007) Leiterin der Abteilung Gesellschaftswissenschaften tätig. Zwischen 1998 und 2008 hatte sie Lehraufträge und Gastprofessuren an den Universitäten Wien, Linz und Klagenfurt, an der Humboldt-Universität und der Freien Universität Berlin sowie in Lüneburg inne. Seit 2008 lehrt Christina Lutter als Professorin österreichische Geschichte sowie Kultur- und Geschlechtergeschichte an der Universität Wien.
Seit 2015 ist sie wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) sowie seit 2017 Hauptmitglied des Rates der ÖAW. Daneben ist sie als wissenschaftliche Beirätin und Gutachterin in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien und Programmen tätig. Sie ist Herausgeberin der Reihe Cultural Studies im Löcker-Verlag und Autorin des gleichnamigen Einführungsbandes, Mitherausgeberin der Zeitschrift für Kulturwissenschaften, war bis 2018 Board Member des Journals Cultural Studies, und ist Executive Board Member des Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK).
Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Kultur- und Geschlechtergeschichte des Mittelalters, mit besonderem Fokus auf Formen des Zusammenlebens in Gemeinschaften zwischen monastischen, städtischen und höfischen Räumen. Seit 2011 ist sie in dem vom FWF geförderten Spezialforschungsbereich Visions of Community zu sozialen und kulturellen Gemeinschaften in Mitteleuropa leitend tätig.
Editionen
Monographien
Herausgeberschaften
| Personendaten | |
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| NAME | Lutter, Christina |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichische Historikerin |
| GEBURTSDATUM | 17. September 1970 |
| GEBURTSORT | Wien |