Christine Wimbauer

Christine Wimbauer (* 1973) ist eine deutsche Soziologin und Geschlechterforscherin.

Leben

Christine Wimbauer studierte Soziologie, Rechtswissenschaften und Sozialpsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Dort wurde sie 2003 am Institut für Soziologie als Mitglied des Sonderforschungsbereiches 536 „Reflexive Modernisierung“ promoviert (Dr. phil.). Ihre Dissertation Geld und Liebe. Zur symbolischen Bedeutung von Geld in Paarbeziehungen wurde mit dem Dissertationspreis der LMU München und der Deutschen Gesellschaft für Soziologie ausgezeichnet. Nach einem Emmy-Noether-Stipendium an der Yale University leitete sie von 2006 bis 2010 die Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe „Liebe, Arbeit, Anerkennung – Anerkennung und Ungleichheit in Doppelkarriere-Paaren“, zunächst am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und der FAU Erlangen-Nürnberg, anschließend am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). 2011 habilitierte sie sich an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit zu Anerkennung und Ungleichheit in Doppelkarriere-Paaren. Das Buch Wenn Arbeit Liebe ersetzt. Doppelkarriere-Paare zwischen Anerkennung und Ungleichheit erschien 2012 als eine überarbeitete Fassung ihrer Habilitationsschrift. Von 1. Januar 2011 bis März 2014 war sie Professorin für Soziologie mit Schwerpunkt Soziale Ungleichheit und Geschlecht an der Universität Duisburg-Essen. Von April 2014 bis Ende Februar 2015 war sie Professorin für Mikrosoziologie mit Schwerpunkt Geschlechterverhältnisse am Institut für Soziologie der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Im März 2015 übernahm Christine Wimbauer Hildegard Maria Nickels Professur für "Soziologie der Arbeit und Geschlechterverhältnisse" am Institut für Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Forschung

Forschungsthemen von Christine Wimbauer sind soziale Ungleichheiten und besonders Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern. Im Zentrum ihrer Arbeiten steht, wie sich das Verhältnis von Erwerbsarbeit und Familie bzw. von privaten Beziehungen zeigt. Hierbei sind Ungleichheiten der Geschlechter am Arbeitsmarkt und in Arbeitsorganisationen von Interesse, Fragen der (Nicht-)Vereinbarkeit von Beruf mit Familie und Paarbeziehungen und schließlich auch die sozialstaatliche und familienpolitische (Re-)Produktion von Ungleichheiten im Geschlechterverhältnis.

Arbeitsschwerpunkte

Forschungsschwerpunkte sind u. a.:

Schriften (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ transcript: Co-Parenting und die Zukunft der Liebe. Abgerufen am 14. Januar 2021.
  2. ↑ Prekäre Arbeit, prekäre Liebe, ein E-Book von Christine Wimbauer, Mona Motakef - Campus Verlag. Abgerufen am 2. Dezember 2020 (amerikanisches Englisch).
  3. ↑ GENDER – Sonderheft 5 | Elternschaft und Familie jenseits von Heteronormativität und Zweigeschlechtlichkeit. Abgerufen am 2. Dezember 2020 (deutsch).
  4. ↑ nbn-resolving.de: Joint Couple Interviews in Sociological Research on Couples: Methodological and Practical Considerations
Personendaten
NAME Wimbauer, Christine
KURZBESCHREIBUNG deutsche Soziologin und Geschlechterforscherin
GEBURTSDATUM 1973