Christl Wiemer drehte 1956 mit Petz, der Bär ihren ersten eigenen Film als Regisseurin. 1958 arbeitete sie für Däumelinchens Abenteuer erstmals mit dem Kunstmaler Walter Rehn (1921–2004) zusammen, der über ihre gesamte Schaffenszeit zu ihrem wichtigsten künstlerischen Wegbegleiter wurde. Nach einer Vorlage der Schriftstellerin Sarah Kirsch entstand 1967 mit Die betrunkene Sonne der einzige Film, den Christl Wiemer zusammen mit ihrem Mann verwirklichte. Mehrfach verfilmte Wiemer Stoffe des Schriftstellers Werner Heiduczek, darunter Jana und der kleine Stern (1971), Die Laterne vor der Bambushütte (1972), Vom Hühnchen, das den König heiraten wollte (1974), Der kleine hässliche Vogel (1974) und Der Hahn und sein König (1979). Nach einem Stoff des türkischen Dichters Nâzım Hikmet entstand 1975 Die verliebte Wolke. Eine weitere literarische Adaption, diesmal nach einem Kinderbuch von Alfred Könner und Klaus Ensikat, gelang ihr mit Kieselchen, für den Reinhard Lakomy und Angelika Mann Lieder einsangen.
Nach der Wiedervereinigung und der Abwicklung der DEFA realisierte Christl Wiemer keine weiteren Filme mehr. An einem Kindertheater wirkte sie einige Zeit als Regisseurin.
An ihrem 92. Geburtstag starb Wiemer in ihrem Haus im Freitaler Ortsteil Pesterwitz.
↑Marion Rasche:Katja Georgi – Bis heute träume ich hin und wieder davon, dass ich gerade einen Film mache. In: Ralf Schenk, Cornelia Klauß (Hrsg.): Sie – Regisseurinnen der DEFA und ihre Filme (=Schriftenreihe der DEFA-Stiftung). Bertz + Fischer, Berlin 2019, ISBN 978-3-86505-415-9, S.372f.
12Marion Rasche:Katja Georgi – Bis heute träume ich hin und wieder davon, dass ich gerade einen Film mache. In: Ralf Schenk, Cornelia Klauß (Hrsg.): Sie – Regisseurinnen der DEFA und ihre Filme (=Schriftenreihe der DEFA-Stiftung). Bertz + Fischer, Berlin 2019, ISBN 978-3-86505-415-9, S.373.
↑Marion Rasche:Katja Georgi – Bis heute träume ich hin und wieder davon, dass ich gerade einen Film mache. In: Ralf Schenk, Cornelia Klauß (Hrsg.): Sie – Regisseurinnen der DEFA und ihre Filme (=Schriftenreihe der DEFA-Stiftung). Bertz + Fischer, Berlin 2019, ISBN 978-3-86505-415-9, S.374.
12Marion Rasche:Katja Georgi – Bis heute träume ich hin und wieder davon, dass ich gerade einen Film mache. In: Ralf Schenk, Cornelia Klauß (Hrsg.): Sie – Regisseurinnen der DEFA und ihre Filme (=Schriftenreihe der DEFA-Stiftung). Bertz + Fischer, Berlin 2019, ISBN 978-3-86505-415-9, S.375.