Christoph Haerle

Christoph Haerle (* 7. April 1958 in Zürich) ist ein Schweizer Künstler und Architekt.

Leben

Von 1978 bis 1980 absolvierte Christoph Haerle eine Lehre als Steinbildhauer und studierte bis 1987 Architektur an der ETH Zürich. Gemeinsam mit seiner Frau Sabina Hubacher gründete er 1996 das Architekturbüro Haerle Hubacher Architekten BSA, das sie bis 2023 führten.

Haerle lehrte Architektur und Landschaftsarchitektur an verschiedenen Hochschulen; so hatte er einen Lehrauftrag in Landschaftsarchitektur an der Hochschule für Technik Rapperswil inne (1993–1997), eine Assistenz und einen Lehrauftrag am Lehrstuhl Dieter Kienast an der ETH Zürich (1996–1999) und einen Lehrauftrag an der Universität Genf (1997–1998) inne. Von 2004 bis 2006 war er Gastprofessor an der ETH Zürich.

Seit 1984 wurden Haerles künstlerische Arbeiten sowohl in der Schweiz als auch international in Ausstellungen gezeigt. Dazu kommen Realisierungen von Kunst und Bau Projekten sowie von Werken im öffentlichen Raum.

Er wird von der Galerie & Edition Stephan Witschi in Zürich vertreten.

Seit 1990 engagiert er sich in Kommissionen und Gremien, wie der Kunstkommission der Stadt Zürich, (1990–1998) dem Stiftungsrat des Espace de l’Art Concret (eac.) in Mouans-Sartoux (1996–2000), dem Plan Lumière der Stadt Zürich (2002–2016), der Stadtbildkommission Baden (2008–2017) und der Freiraumkommission Ennetbaden (2009–2016). Von 2002 bis 2008 war er im Vorstand der Kunsthalle Zürich. Ausserdem hält er Vorträge zur Geschichte und Bedeutung des öffentlichen Raums.

Haerle lebt mit seiner Familie in Zürich.

Werk

Das bildhauerische Werk Haerles lässt sich in die Kategorien Sockelplastiken, freistehende Objekte im Raum und Wandarbeiten einteilen. Verwendete Materialien sind Stahl, Beton, Holz, Giessharz und Plexiglas. Beton kommt teilweise in eingefärbter Form zum Einsatz. In einigen Kunstwerken werden Wasser und Licht als gestalterische Elemente einbezogen. Für sein malerisches und zeichnerisches Werk verwendet er Papier, Bleistift, Kreide, Wasserfarbe und Nagellack. Oftmals handelt es sich dabei um Vorstudien und Skizzen für seine Skulpturen und Plastiken.

Insgesamt wird ein starker Architekturbezug deutlich, der sich im Ausloten der Grenzen von Statik, Dynamik und von Materialeigenschaften widerspiegelt. Ein wesentlicher Teil seiner Arbeit liegt in der künstlerischen Materialforschung, insbesondere der Beschäftigung mit industriellen Fertigungstechniken von Plexiglas, Beton und Farbpigment.

Die Werkgruppe «malen mit Beton» hat auf Grund der von Haerle selbst entwickelten Technik ein Alleinstellungsmerkmal in der bildenden Kunst.

Auszeichnungen und Preise

Kunst im öffentlichen Raum (Auswahl)

Einzelausstellungen (Auswahl)

Gruppenausstellungen (Auswahl)

Publikationen (Auswahl)

Commons: Christoph Haerle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Haerle Hubacher 2022–1980: Haerle Hubacher 2022–1980. Abgerufen am 5. Oktober 2026 (englisch).
  2. 1 2 Christoph Haerle: Christoph Haerle | Curriculum. Abgerufen am 5. Oktober 2026 (englisch).
  3. ↑ Galerie & Edition Stephan Witschi: CHRISTOPH HAERLE. Abgerufen am 5. Oktober 2026.
  4. ↑ Jochen Hesse: Christoph Haerle | SIK-ISEA Recherche. Abgerufen am 5. Oktober 2026 (englisch).
  5. ↑ Christoph Haerle - Kunst am Bau, Bürgerspital Solothurn. Abgerufen am 5. Oktober 2026.
  6. ↑ bei Rebekka. Abgerufen am 5. Oktober 2026.
  7. ↑ Christoph Haerle: Christoph Haerle - Kunst am Bau Schulhaus Büelrain Winterthur. 19. September 2019, abgerufen am 5. Oktober 2026.
  8. ↑ Christoph Haerle: CHRISTOPH HAERLE - Malen mit Beton - Painting with concrete. 24. Juni 2019, abgerufen am 6. Oktober 2026.
  9. ↑ churkultur: Christoph Haerle - Tränen der Lukrezia. Abgerufen am 6. Oktober 2026.
  10. ↑ Ganymeds Schwester. Abgerufen am 6. Oktober 2026.
  11. ↑ Aargauer Kunsthaus: Christoph Haerle, «O, zittre nicht mein lieber Sohn», 1989, Aargauer Kunsthaus, Aarau. 14. April 2020, abgerufen am 5. Oktober 2026.
Personendaten
NAME Haerle, Christoph
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Künstler und Architekt
GEBURTSDATUM 7. April 1958
GEBURTSORT Zürich