Christoph Link (* 13. Juni 1933 in Dresden) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und evangelischer Kirchenrechtler. Von 1971 bis 2001 wirkte er als ordentlicher Professor.
Christoph Link, als Sohn von Gerda Link, geborener Freude, und des Rechtsanwalts Hellmuth Link aufgewachsen in Dresden und Umgebung, studierte nach dem 1951 in Dresden erhaltenen Abitur von 1952 bis 1959 Jura an den Universitäten Marburg, Köln und München und legte die juristischen Staatsexamina ab – das erste 1960 in München, das zweite 1964. Von 1960 bis 1970 war Link wissenschaftlicher Assistent an der Universität München. 1963 wurde er dort zum Dr. jur. promoviert, 1970 habilitierte er sich dort auch und war von 1970 bis 1971 Dozent. Er wirkte danach als ordentlicher Professor an den Universitäten Wien (von 1971 bis 1977 als Professor für Kirchenrecht an der Evangelisch-Theologischen Fakultät), Salzburg (von 1977 bis 1979, ab 1979 als Honorarprofessor), Göttingen (ab 1979 und als Direktor des Instituts für Allgemeine Staatslehre und Politische Wissenschaft) und ab 1986 in Erlangen-Nürnberg tätig, wo er den Lehrstuhl für Staats-, Verwaltungs- und Kirchenrecht innehatte und zum 1. Oktober 2001 emeritiert wurde.
Als Bevollmächtigter vertrat er eine der Prozessparteien im Verfahren über den LER-Unterricht vor dem Bundesverfassungsgericht; auch erstellte er ein Rechtsgutachten im Verfahren um die Erlangung des Körperschaftsstatus durch die Zeugen Jehovas.
Seine Forschungsschwerpunkte sind Verfassungsrecht, Staatskirchen- und Kirchenrecht, Verfassungsgeschichte und Geschichte der politischen Ideen. Link ist Mitherausgeber der Zeitschrift für evangelisches Kirchenrecht. Er war ab 1983 Mitglied der Vereinigung für Verfassungsgeschichte und ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.
Die evangelisch-theologischen Fakultäten von Tübingen und Wien verliehen Christoph Link die Ehrendoktorwürde.
Er ist außerdem Doktorvater des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder.
Christoph Link hat drei Kinder, eine Tochter und einen Sohn aus seiner 1957 geschlossenen ersten Ehe. Er ist in zweiter Ehe verheiratet, aus der das dritte Kind stammt.
Ein Schriftenverzeichnis Links findet sich in: Heinrich de Wall, Michael Germann (Hrsg.): Bürgerliche Freiheit und christliche Verantwortung. Festschrift für Christoph Link zum siebzigsten Geburtstag. Mohr Siebeck, Tübingen 2003, ISBN 978-3-16-148099-7, S. 1047–1061.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Link, Christoph |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Rechtswissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 13. Juni 1933 |
| GEBURTSORT | Dresden |