Christopher Duffy

Christopher Duffy (* 1936; † 16. November 2022) war ein britischer Historiker.

Leben

Duffy studierte Geschichte am Balliol College in Oxford, wo er 1961 mit dem PhD abschloss. Anschließend wirkte er als Dozent an der Militärakademie Sandhurst und am College des britischen Generalstabs. Unter anderem war er Generalsekretär der British Commission for Military History und Vizepräsident der Military History Society of Ireland. Von 1996 bis 2001 lehrte er Militärgeschichte an der De Montfort University in Leicester. Nachfolgend war er als freier Autor tätig.

Duffy beschäftigte sich vorrangig mit Militärgeschichte und galt im englischsprachigen Raum als ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der deutschen, preußischen und österreichischen Kriegsgeschichte seit dem 18. Jahrhundert. Er selber sprach sechs Sprachen fließend. Bekannt wurde er in Deutschland vor allem durch seine Arbeiten über den Siebenjährigen Krieg und insbesondere Friedrich den Großen, die er selbstironisch ein „Produkt der jahrhundertealten britischen Besessenheit von der unbritischsten aller weltgeschichtlichen Persönlichkeiten“ genannt hat.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  1. The fortress in the early modern world. 1440–1660. Neuausgabe. 1979, ISBN 0-415-14649-6.
  2. The fortress in the age of Vauban and Fréderick the Great. 1985, ISBN 0-7100-9648-8.

Einzelnachweise

  1. ↑ Peter Ranscombe, Culloden scholar dr Christopher Duffy has died, scottishdailyexpress.co.uk , 2021-11-17
  2. ↑ Vgl. Duffy 2001, S. 7
  3. ↑ Frederick the Great. A military life
  4. ↑ The military Experience in the age of reason
  5. ↑ Siege Warfare
  6. ↑ Red storm on the Reich. The Soviet march on Germany, 1945
Personendaten
NAME Duffy, Christopher
KURZBESCHREIBUNG britischer Historiker
GEBURTSDATUM 1936
STERBEDATUM November 2022