Christopher E. Goscha (* 7. Juni 1965 in Wichita, Kansas) ist ein US-amerikanischer Historiker mit Schwerpunkt auf der Geschichte internationaler Beziehungen und der Geschichte des südostasiatischen Festlands im 20. Jahrhundert, insbesondere der Indochinakriege. Er arbeitet seit 2005 an der Université du Québec à Montréal („UQAM“) und ist dort Associate Professor of International Relations and Southeast Asian History.
Er studierte an der Georgetown University (B.S. in Foreign Service), der Australian National University (MA), der Universität Paris VII „Diderot“ (Diplôme d’études approfondies). Mit einer von Nguyễn Thế Anh betreuten Arbeit über Netzwerke, Beziehungen und Ökonomie des Indochinakriegs wurde er 2000 an der historisch-philologischen (IV.) Abteilung der École pratique des hautes études promoviert. In seiner Dissertation betrachtete er den Indochina-Krieg aus einer transnationalen Perspektive, „da der französisch-vietnamesische Krieg (1945–1954) nicht zu verstehen ist, ohne ihn in einen breiteren asiatischen Kontext zu stellen“. Seine 2016 veröffentlichte historische Darstellung der Entwicklung zum modernen Vietnam wurde vom Guardian als die beste derzeit vorliegende Geschichte Vietnams bezeichnet.
Er veröffentlichte zahlreiche Schriften zu kulturellen, sozialen, politischen und diplomatischen Aspekten der französischen Kolonie Indochina, des Indochinakriegs, des Vietnamkriegs, des Kambodschakriegs und anderer Konflikte in dieser Region.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Goscha, Christopher |
| ALTERNATIVNAMEN | Goscha, Christopher E. |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Historiker |
| GEBURTSDATUM | 7. Juni 1965 |
| GEBURTSORT | Wichita, Kansas |