

Christopher Hansteen (* 26. September 1784 in Christiania (heute Oslo); † 15. April 1873 ebenda) war ein norwegischer Astronom.
Christopher Hansteen ist der Sohn des Zollinspektors Johannes Mathias Hansteen (1744–1792) und dessen Frau Anne Cathrine Treschow (1754–1829).
Hansteen studierte in Kopenhagen die Rechte, dann Mathematik, wurde Lehrer in Frederiksborg auf Seeland und erhielt auf Grund einer Schrift über den Erdmagnetismus 1814 einen Ruf als Professor an die Königliche Friedrichs-Universität in Christiania. Seine Untersuchungen über den Magnetismus der Erde (1819, mit Atlas) gaben Veranlassung, dass auf fast allen seitdem gemachten Entdeckungsreisen magnetische Beobachtungen nach seinem Verfahren angestellt wurden. Bei der Beobachtung des Erdmagnetismus stand er mit Carl Friedrich Gauß in Verbindung.
Seit 1822 redigierte er mit Gregers Fougner Lundh (1786–1836) und Hans Henrich Maschmann (1775–1860) das Magazin for naturvidenskaberne.
Hansteen selbst unternahm zu diesem Zweck viele Reisen, insbesondere von 1828 bis 1830 eine in Begleitung von Georg Adolf Erman aus Berlin und Leutnant Christian Due (1805–1893) von der norwegischen Marine nach Sibirien bis Irkutsk und Kjachta. Die Resultate dieser Reise finden sich in den Reiseerinnerungen aus Sibirien (1854) und in dem Hauptwerk: Resultate magnetischer, astronomischer und meteorologischer Beobachtungen auf einer Reise nach Sibirien (1863). Unter Hansteens Leitung wurden die Sternwarte in Christiania und das magnetische Observatorium im Park der Sternwarte angelegt (vgl. „Beschreibung und Lage der Universitäts-Sternwarte in Christiania“, Christiania 1849).
Hansteen hielt nicht nur an der Universität, sondern auch an der Artillerie- und Ingenieurschule Vorlesungen über angewandte Mathematik und leitete seit 1837 die trigonometrische Vermessung Norwegens. Unter seiner Leitung wurde bei der großen russisch-skandinavischen Breitengradmessung 1845 bis 1860 als Teil des Struve-Bogens der Bogen von Fuglenäs bei Hammerfest unter 70° 40' bis Atjik unter 68° 54' gemessen.
Hansteen ist der Bruder von Conradine Dunker, der Vater von Aasta Hansteen, der Großvater von Kristofer Hansteen und der Urgroßvater von Harald Viggo Hansteen.

Seit 1821 war er auswärtiges Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und seit 1827 korrespondierendes Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften. 1830 wurde er Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg und 1833 korrespondierendes Mitglied der Académie des sciences. Am 30. Mai 1839 wurde Hansteen als Auslandsmitglied („Foreign Member“) in die Royal Society gewählt. 1840 wurde er in die Göttinger Akademie der Wissenschaften, 1845 in die Royal Society of Edinburgh, 1855 in die Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique und 1863 in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.
Der Mondkrater Hansteen sowie der Mons Hansteen sind nach ihm benannt.
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hansteen, Christopher |
| KURZBESCHREIBUNG | norwegischer Astronom |
| GEBURTSDATUM | 26. September 1784 |
| GEBURTSORT | Christiania |
| STERBEDATUM | 15. April 1873 |
| STERBEORT | Christiania |