Christopher Priest

Christopher Priest (2019)

Christopher McKenzie Priest (geboren am 14. Juli 1943 in Cheadle, Cheshire, heute in Greater Manchester; gestorben am 2. Februar 2024 in Rothesay, Isle of Bute) war ein britischer Science-Fiction-Autor.

Leben

Priest war der Sohn von Walter Priest und Millicent Priest, geborene Haslock. Bevor Priest 1968 beschloss, freier Schriftsteller zu werden, hatte er neun Jahre lang seinen Lebensunterhalt als Buchhalter verdient. 1966 war seine erste SF-Erzählung The Run in dem Magazin Impulse erschienen; weitere Erzählungen folgten, meist in dem britischen SF-Magazin New Worlds. 1970 erschien sein Debütroman Indoctrinaire. Eine Sammlung von unveröffentlichten Erzählungen aus den Jahren 1963 bis 1968 erschien 2008 unter dem Titel Ersatz Wines – Instructive Short Stories; eine Sammlung der frühen Veröffentlichungen erschien zunächst 1973 auf Deutsch als Transplantationen, auf Englisch 1974 als Real-Time World.

Seine ersten Romane waren noch eher traditionelle Science Fiction, mit ungewöhnlichen Ideen unterfüttert. Inverted World (1974) beispielsweise beschreibt eine Stadt, die immer in Bewegung bleiben muss wie ein gigantischer Eisenbahnzug, weil sich physikalische Konstanten rund um die Stadt herum ständig ändern. Der Roman Ein Traum von Wessex (1977) behandelt ein Thema, das in allen folgenden Romanen von zentraler Bedeutung sein sollte: Die Frage nach der Realität, nach dem unterschiedlichen Realitätsempfinden von verschiedenen Personen und dem Zusammenhang von Erinnerung und Realität.

Unter den Pseudonymen John Luther Novak und Colin Wedgelock schrieb Priest auch Romanfassungen nach Filmdrehbüchern, wie eXistenZ, Mona Lisa und Short Circuit.

Von 1969 bis 1973 war er mit Christine Merchant verheiratet, von 1981 bis 1987 mit der amerikanischen Schriftstellerin Lisa Tuttle. In dritter Ehe war er von 1988 bis 2011 mit der Schriftstellerin Leigh Kennedy verheiratet, mit der er zwei Kinder hatte. Seine letzte Partnerin war seit 2011 die britische Schriftstellerin Nina Allan, die er 2023 heiratete.

Er starb am 2. Februar 2024 im Alter von 80 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.

Auszeichnungen

Bibliografie

Serie

Dream Archipelago (Traumarchipel)

1 Im Jahr 1987 brachte Michael Nagula eine Sammlung mit drei Kurzgeschichten, zwei eigenen Essays und einem Essay von Christopher Priest heraus:

Romane

Kurzgeschichten

Wird hier nur Titel und Jahr angegeben, finden sich die vollständigen Angaben bei der entsprechenden Ausgabe.

Kurzgeschichtensammlungen

Anthologien (als Herausgeber)

Sachbücher

Verfilmung

Sein Roman Das Kabinett des Magiers wurde 2006 unter der Regie von Christopher Nolan unter anderem mit den Schauspielern Hugh Jackman, Christian Bale, Michael Caine und David Bowie unter dem Titel Prestige – Meister der Magie verfilmt.

Literatur

Biografie

Artikel

Lexika

Commons: Christopher Priest – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Nina Allan: Christopher Priest 1943–2024. In: ninaallan.co.uk. 2. Februar 2024, abgerufen am 3. Februar 2024 (englisch).
  2. ↑ John Clute: Christopher Priest obituary, theguardian.com, veröffentlicht und abgerufen am 4. Februar 2024.
Personendaten
NAME Priest, Christopher
ALTERNATIVNAMEN Priest, Christopher McKenzie (vollständiger Name); Priest, Chris; Novak, John Luther (Pseudonym); Wedgelock, Colin (Pseudonym)
KURZBESCHREIBUNG britischer Schriftsteller
GEBURTSDATUM 14. Juli 1943
GEBURTSORT Cheadle, Cheshire, England
STERBEDATUM 2. Februar 2024
STERBEORT Rothesay, Isle of Bute, Schottland