

Chuck Close (* 5. Juli 1940 in Monroe, Washington; † 19. August 2021 in Oceanside, New York; eigentlich Charles Thomas Close) war ein US-amerikanischer Maler und einer der bekanntesten Fotorealisten in den USA.

Close verbrachte die meiste Zeit seines Lebens mit dem Malen. Er unterrichtete auch als Lehrer. Bis Ende 1979 hatte er bereits um die 100 Arbeiten fertiggestellt. 1969 wurden Bilder von ihm bei der Whitney Biennale gezeigt. 1970 hatte er seine erste Einzelausstellung. Das New Yorker Museum of Modern Art zeigte erstmals 1973 Werke von ihm. Er war Teilnehmer der Documenta 5 in Kassel im Jahr 1972 in der Abteilung Realismus und auch auf der Documenta 6 (1977) 1982 als Künstler vertreten.
Ein geplatztes Blutgefäß in der Wirbelsäule hatte 1988 eine rechtsseitige Querschnittlähmung zur Folge. Dennoch schaffte er es, wieder mit Hilfe von Schienen zu malen, die seine Handgelenke und den Pinsel stabilisieren. Dazu führt er seine rechte Hand mit der linken.
1993 reisten Close und der Drucker Joe Wilfer nach Wisconsin, um bei Tandem Press an einem Linolschnitt zu arbeiten. Nach einer Reihe von Enttäuschungen und Zwischenfällen entsteht das Werk, Alex/Reduction Block, als Siebdruckedition, gedruckt von Robert Blanton bei Brand X Editions in New York. In jüngster Zeit beschäftigte sich der Künstler auch mit der Herstellung aufwendiger Tapisserien, in deren unzähligen geknüpften Knoten er eine weitere Ausdrucksform einer reproduzierenden Bildgenerierung sieht. Nach vierjähriger Planung wurde der Bildteppich Lucas/Rug nach Closes Porträt des Künstlers Lucas Samaras von Rugao Arts and Crafts Silk Carpets Factory in Rugao, Jiangsu, China, produziert.
1999 arbeitete er mit David Lasry und Pedro Barbeito in der Two Palms Press in New York, wo er Self-Portrait I und Self-Portrait II parallel zu den großformatigen Ölgemälden produzierte. Am 26. April wurden Chuck Close, Ruth Lingen, Richard Solomon und Joseph Wilfer mit dem Dieu Donné Art Award für ihre Leistungen im Bereich der Kunst auf Papier ausgezeichnet.

Nach zweijähriger Zusammenarbeit mit dem Meisterdrucker Yasu Shibata vollendete Close 2002 den Japanischen Holzschnitt Emma.
2010 erhielt Close vom MTA Arts & Design den Auftrag, zwölf große Mosaike in einer Gesamtgröße von 190 m² für die 86th Street Subway Station der New York City Subway’s Second Avenue Line in Manhattan zu entwerfen.
Close starb im Alter von 81 Jahren an Herzinsuffizienz.
Close ging beim Malen nicht von der Wirklichkeit der Natur und ihrem direkten Reiz auf die Netzhaut aus, vielmehr orientierte er sich an der indirekten Wirklichkeit des Fotos. Mit Hilfe eines Rasters (Grafikdruckerei) zerlegte er jedes Foto und übertrug es auf diese Weise auf die Leinwand. Für die verschiedenen Bildpartien benutzte er verschiedene Fotos. Diese Methode erlaubte es ihm, von einem sehr scharfen Fokus auszugehen und sich in jedem einzelnen Bildsegment auf einen neuen Brennpunkt zu konzentrieren. Mit diesem Verfahren gelang es ihm, die Fotografien mit Acrylfarben (oder in anderen Techniken) und in mehrfacher Lebensgröße auf die Leinwand zu kopieren. Er reduzierte zum Teil die Farbe und malte teilweise nur in Grautönen.
„Inspiration ist für Amateure; der Rest von uns kommt und macht sich an die Arbeit.“
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Close, Chuck |
| ALTERNATIVNAMEN | Close, Charles Thomas (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Maler |
| GEBURTSDATUM | 5. Juli 1940 |
| GEBURTSORT | Monroe (Washington), USA |
| STERBEDATUM | 19. August 2021 |
| STERBEORT | Oceanside, New York |