Claire Berger

Claire Berger (* 1960) ist eine französische Festkörperphysikerin.

Berger wurde 1987 an der Universität Grenoble promoviert mit einer Dissertation über die elektronischen Eigenschaften von Aluminium-Mangan-Quasikristallen. Als Post-Doktorandin untersuchte sie amorphe Filme am Centre D'Etudes Atomiques und forschte danach für das CNRS an deren Labor für elektronische Eigenschaften von Festkörpern (LEPES) in Grenoble. Dort war sie am Nachweis eines Metall-Isolator-Übergangs in einem Quasikristall beteiligt. Sie ist Forschungsdirektorin des CNRS und Professorin am Georgia Institute of Technology, wo sie mit Walter de Heer auf dem Gebiet der Graphen-Elektronik zusammenarbeitet.

Mit Walter de Heer und Phillip First und anderen ist sie Ko-Autorin einer Pionierarbeit über Graphene und deren Verwendung in der Elektronik. 2006 wurde ihr, de Heer und First auch das erste Patent für Graphen-Elektronik vergeben. Sie gehört zu den hochzitierten Wissenschaftlern mit über 200 Veröffentlichungen als Autorin oder Koautorin.

Sie ist Fellow der American Physical Society, erhielt den Ancel-Preis der französischen physikalischen Gesellschaft und die CNRS-Medaille für Nachwuchsforscher.

Schriften

Einzelnachweise

  1. ↑ Claire Berger, Walter de Heer, Phillip First u. a.: Ultrathin Epitaxial Graphite: 2D Electron Gas Properties and a Route toward Graphene-based Nanoelectronics, J. of Phys. Chem. B, Band 108, 2004, S. 19912–19916, Arxiv
  2. ↑ Patent EP1636829B1: Strukturierte Dünnfilm-Graphiteinrichtungen. Angemeldet am 3. Juni 2004, veröffentlicht am 23. November 2016, Anmelder: Georgia Tech Research Corporation, Erfinder: Walt Deheer, Claire Berger, Phillip First.‌
Personendaten
NAME Berger, Claire
KURZBESCHREIBUNG französische Physikerin
GEBURTSDATUM 1960