Clara Grosch war die Tochter des Direktors der Großherzoglich Badischen Eisenbahn Ferdinand Grosch (1820–1895) und dessen Ehefrau Cora, geborene Erdmann (1833–1902), einer Schwester des Genremalers Otto Erdmann. Sie besuchte die Schulen in Karlsruhe und Düsseldorf. Im Jahre 1902 heiratete sie den Kunstmaler Jakob Wagner. Als bekannte Kunstmalerin signierte sie ihre Bilder weiterhin als Clara Grosch.
Im Laufe ihres Lebens war Clara Grosch mit ihren Werken an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten. Schon 1888 nahm sie an der Berliner Akademie-Ausstellung teil, ab den 1890er-Jahren reihten sich Ausstellungen in der Düsseldorfer Galerie von Eduard Schulte der dortigen Kunsthalle (1901) an. Es folgten Ausstellungen im Münchner Glaspalast (1900) und dem Münchner Kunstverein (1902), der Darmstädter Mathildenhöhe (1901) und der Freien Vereinigung Darmstädter Künstler (1899), im Kunstverein Karlsruhe (1896, 1908) sowie im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart (1906).
In der Schweiz stellte Clara Grosch ihre Werke vor allem in ihrem eigenen Atelier in Locarno aus, nahm aber auch an Ausstellungen in öffentlichen Institutionen teil, wie beispielsweise in der Kunsthalle Basel (1902, 1904, 1905, 1916) und im Kunsthaus Zürich (1903, 1916).
Porträts bekannter Persönlichkeiten (Auswahl)
Eduard von Mayer, deutsch-ukrainischer Theaterkritiker und Kunsthistoriker
Grosch, Clara. In: Friedrich von Boetticher (Hrsg.): Malerwerke des 19. Jahrhunderts. Beitrag zur Kunstgeschichte. Band1/1, Bogen 1–30: Aagaard–Heideck.. Fr. v. Boetticher’s Verlag, Dresden 1891, S.415 (Volltext[Wikisource]).
Erich Buser: Der Gelterkinder Kunstmaler Jakob Wagner (1861 bis 1915). In: Volksstimme Sissach. Wir vom Ergolztal. 3. März 1994, S. 9–11.
E. Mensch: Clara Grosch. Eine hessische Künstlerin. In: Süd-West-Deutsche Rundschau. Halbmonatsschrift für deutsche Art und Kunst, Heft 12, 15. Januar 1902, Frankfurt a.M. 1902, S. 449–451.
Heinrich Vogeler: Deutsche Kunst und Dekoration. Illustrierte Monatshefte für moderne Malerei, Plastik, Architektur, Wohnungskultur und künstlerische Frauen-Arbeiten, Heft 7, April 1902, Darmstadt 1902, S. 468–474.
↑Jakob Wagner, in Personenlexikon des Kanton Basel-Landschaft
↑Eduard von Mayer. Ein Vorkämpfer der Lebensreform. In: Zum Edelmenschen. Monatsblätter für glückliche Höher-Entwicklung des Einzelnen und des Volksganzen. Nr.7. Halle (Saale).
↑Ludwig Abels: Ein Wiener Kunst-Jahr. In: Deutsche Kunst und Dekoration. Illustrierte Monatshefte für moderne Malerei, Plastik, Architektur, Wohnungskultur und künstlerische Frauen-Arbeiten. Band7. Darmstadt 1902, S.469.
↑Peter Wiede: Die Dollarkönigin vom Starnberger See. Das verrückte Luxusleben der Wilhelmina Busch (1884–1952). Wiede Textwerkstatt, 2002, ISBN 3-00-008985-3, S.219.
↑Die Kunst und das schöne Heim. Band30, 1914, S.440.
↑Annegret Dietheim; Attilio d’Andrea: Die Villa Balli in Muralto. In: Tessiner Zeitung. Magazin. 14.August 2009, S.24.
↑Anna Fischer-Dückelmann: Das goldene Frauenbuch. Die Frau als Hausärztin. Ein ärztliches Nachschlagebuch für die Frau. Süddeutsches Verlags-Institut, 1901.
↑Aleksandra Chylewska-Tölle: Literacka Manifestacja Tozsamosci: O Tworczosci Niemieckojezycznych Duchownych Katolickich. In: Thematicon. Band33. Logos Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8325-4786-8, S.54.
↑Marion Gottlob: Naturforscher Otto Schmeil: Der Garten war ein Experimentierfeld. In: Rhein-Neckar-Zeitung (online). Heidelberg 16.Juli 2016.