
Clemens Hellsberg (* 28. März 1952 in Linz) ist ein österreichischer Violinist, Mitglied der Wiener Philharmoniker und von 1997 bis 2014 deren Vorstand.
Clemens Hellsberg wurde als Sohn des Lehrerehepaares Eugen und Noberta Hellsberg geboren. Ersten Violinunterricht erhielt er im Alter von vier Jahren, später zudem Klavierunterricht. Die Matura legte er 1970 am Wiener Schottengymnasiums ab. Anschließend leistete er 1970/71 Präsenzdienst beim Bundesheer. Es folgte das Violinstudium bei Eduard Melkus an der Musikhochschule Wien sowie bei Alfred Staar (Mitglied der Wiener Philharmoniker). Gleichzeitig absolvierte er Studien der Musikwissenschaft und Alten Geschichte an der Universität Wien, wo er 1980 mit einer Dissertation über Ignaz Schuppanzigh zum Dr. phil. promoviert wurde.
Im Jahr 1976 wurde Hellsberg Mitglied des Orchesters der Wiener Staatsoper – zunächst in der Gruppe der zweiten Violinen, ab 1978 als Primgeiger. Im Jahr 1980 wurde er Mitglied der Wiener Philharmoniker. Zugleich war er Leiter des historischen Archivs der Wiener Philharmoniker und von 1997 bis 2014 war er als Nachfolger von Werner Resel deren Vorstand. 2016 trat er in den Ruhestand.
Bekanntheit erlangte Hellsberg auch durch sein 1992 erschienenes Buch Demokratie der Könige. Die Geschichte der Wiener Philharmoniker. Österreichs Grüne kritisierten die Publikation wegen offenkundiger Auslassungen zur nationalsozialistischen Vergangenheit der Wiener Philharmoniker.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hellsberg, Clemens |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Dirigent und Violinist |
| GEBURTSDATUM | 28. März 1952 |
| GEBURTSORT | Linz |