| Clojure | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Paradigmen: | Funktionale Programmiersprache |
| Erscheinungsjahr: | 2007 |
| Entwickler: | Rich Hickey |
| Aktuelle Version: | 1.12.4 (10. Dezember 2025) |
| Typisierung: | dynamisch, stark |
| Beeinflusst von: | Lisp, Prolog, ML, Erlang, Haskell, Java |
| Betriebssystem: | Windows, Linux, macOS, Solaris, FreeBSD |
| Lizenz: | Eclipse Public License |
| clojure.org | |
Clojure [] ist ein moderner Lisp-Dialekt, der interaktive Entwicklung unterstützt. Die Sprache fördert einen funktionalen Stil, der nebenläufige Programmierung stark vereinfacht. Clojure läuft in der Java Virtual Machine und ist eng mit der Java Runtime integriert. Eine JavaScript-Implementierung mit dem Namen ClojureScript sowie eine CLR-Implementierung existieren ebenso. Das Makrosystem ist mit dem anderer Lisp-Umgebungen vergleichbar, unterstützt jedoch (anders als etwa Common Lisp) keine Reader-Macros.
Gängige Hilfsmittel zur Paketverwaltung und zur Kompilierung von Clojure-Programmen sind tools.build, Leiningen oder Boot.
Vollständige Hallo-Welt-Programme:
textuell im Lisp-Stil:
(println "Hallo Welt!")
grafisch mit Hilfe der Java-Bibliothek Swing:
(javax.swing.JOptionPane/showMessageDialog nil "Hallo Welt!")
Die Fakultäts-Funktion als Beispiel für Rekursion in Clojure:
(defn factorial [n]
"tail recursive version of n!"
(loop [cur n, acc 1]
(if (<= cur 1)
acc
(recur (dec cur) (*' cur acc)))))
Die Fakultäts-Funktion durch Verwendung von Funktionen höherer Ordnung:
(defn fac [n]
(reduce *' (range 1 (inc n))))
Als Lisp-Dialekt spielt das Prinzip Code als Daten bzw. Homoikonizität eine wichtige Rolle. Das Makrosystem von Clojure beruht auf dieser Eigenschaft und erlaubt so Metaprogrammierung. Konkret kann Clojure davon profitieren, indem es Eigenschaften, die in anderen Programmiersprachen fest integriert sind, als Bibliotheken zur Verfügung stellt. Als Beispiele seien hier Pattern Matching und ein Typsystem genannt.