Coco Schwarz

Coco Schwarz (* 1983 in Baden) ist eine nonbinäre Schweizer kunstschaffende Person im Bereich der Ton-, Video- und Performancekunst.

Leben

Coco Schwarz ist in Wohlen aufgewachsen und spielte mit fünf Jahren zum ersten Mal Klavier. Später gewann Schwarz den Schweizer Jugendmusikwettbewerb und schloss die Kantonsschule Wohlen im Musik-Profil ab. Bereits vor der Matura begann Schwarz, in Bern Musik zu studieren.

Neben der Hochschule der Künste Bern hat Coco Schwarz an der Haute École de Musique de Lausanne und dem Königlichen Konservatorium in Brüssel studiert. Schwarz spielt Klavier, den modernen Flügel, den Hammerflügel, das Cembalo und diverse elektronische Tasteninstrumente. Mit der Bodensee Philharmonie debütierte Schwarz 2013 in der Carnegie Hall in New York, 2015 in der Suntory Hall in Tokyo, 2015 in der Mariinsky Hall in St. Petersburg und 2016 in der Opera City in Tokyo.

2009 gründete Coco Schwarz das Piano-Duo «Arte Animi» mit Yuka Munehisa und 2010 das «Ensemble Proton Bern» mit. Mit letzterem, das auf zeitgenössische klassische Musik spezialisiert ist, hat Schwarz 2019 den Berner Musikpreis gewonnen.

Als im Zuge der Corona-Pandemie 2020 diverse Touren und Projekte abgesagt wurden, nahm Coco Schwarz im eigenen Studio in Bannwil das erste Album Memory Lane der Kunstfigur Piano Prince auf. Seither sind weitere Werke unter diesem Namen erschienen. 2025 erhielt Schwarz einen Werkbeitrag des Aargauer Kuratoriums. Schwarz tritt an Festivals und in Clubs als DJ auf und bedient sich dabei diverser elektronischer Musikstile.

Bühnen-, Performance- und Videoarbeiten

Ab 2014 wirkte Coco Schwarz (Klavier) mit Ursina Greuel (Regie) und Daniel Hellmann (Sänger) beim Bühnenstück Nach Lampedusa – Wandererfantasien mit. 2016 erschien es als Hörspiel beim Schweizer Radio und Fernsehen.

Seit 2024 führt Schwarz als Piano Prince zusammen mit Daniel Hellmann als Soya the Cow das Programm Queere Tiere international auf. Bei der Show, die musikalisches Erzähltheater mit Drag-Kunst verbindet, werden Geschichten von realen «queeren» Tieren mit der persönlichen Perspektive der Kunstschaffenden verwoben.

Coco Schwarz ist auch im Bereich der Videokunst aktiv. Beiträge sind häufig in Zusammenarbeit mit Alina Kopytsia entstanden und wurden mehrfach international gezeigt. So wurden diverse Videoarbeiten in der Einzelausstellung Turn im Shcherbenko Art Centre in Kiew, die Videoarbeit Beholding Ephemerality 2022 an der Ausstellung Beyond Baroque im Schloss Waldegg, die Videoarbeit Tween Peek 2023 am Bangalore Queer Film Festival in Bengaluru oder die Videoarbeit Eggism 2026 am Xposed Queer Film Festival Berlin gezeigt.

Coco Schwarz Werk umfasst auch Performance-Arbeiten. 2021 fand die Performance Twinning mit Alina Kopytsia in der Zürcher Kunstgalerie «Kulturfolger» statt.

Privates

Coco Schwarz lebt in Zürich und Bannwil.

Werke und Ausstellungen (Auswahl)

Diskografie (Auswahl)

Alben (als Coco Schwarz)

Alben (als Piano Prince)

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Coco Schwarz. In: Ensemble Proton. Abgerufen am 29. April 2026 (englisch).
  2. 1 2 Coco Schwarz in Pink. In: Der Freiämter. 13. Januar 2023, abgerufen am 14. Mai 2026.
  3. ↑ FONDATION SUISA | Porträt | Coco Schwarz. In: ARTTV. 6. Mai 2020, abgerufen am 26. Oktober 2026.
  4. 1 2 Der Kanton Bern vergibt vier Musikpreise. In: Berner Zeitung. 9. Oktober 2019, abgerufen am 14. Mai 2026.
  5. 1 2 Kamil Bobin: Interview: Piano Prince - Memory Lane. In: Lost in the Manor. 2. Februar 2023, abgerufen am 14. Mai 2026 (englisch).
  6. ↑ Piano Prince (alias Coco Schwarz): Memory Lane. In: Schweizer Radio und Fernsehen. 26. November 2022, abgerufen am 26. Oktober 2026.
  7. ↑ Das Aargauer Kuratorium würdigt 29 Kunstschaffende. In: Aargauer Zeitung. 20. Januar 2026, abgerufen am 26. Oktober 2026.
  8. ↑ Béatrice Goetz: Klassik: Coco Schwarz. In: Aargauer Kuratorium. Abgerufen am 26. Oktober 2026.
  9. ↑ Wild Card mit Coco Schwarz und Martin Schick. In: auawirleben Theaterfestival Bern. Abgerufen am 27. Mai 2026.
  10. ↑ Nach Lampedusa - Wandererfantasien. In: Matterhorn Produktionen. Abgerufen am 29. April 2026.
  11. ↑ «Queere Tiere» – ein ungehöriger Liederabend von Soya the Cow & Piano Prince. In: sogar theater. Abgerufen am 14. Mai 2026.
  12. ↑ Naturmuseum zeigt Diversität von Tieren. In: ORF. 27. März 2026, abgerufen am 14. Mai 2026.
  13. ↑ Queere Tiere. In: Daniel Hellmann. Abgerufen am 14. Mai 2026.
  14. 1 2 TURN. In: Shcherbenko Art Centre. Abgerufen am 15. Mai 2026 (englisch).
  15. ↑ Beyond Baroque / Jenseits des Barocks. In: art+château. Abgerufen am 15. Mai 2026.
  16. ↑ The Bangalore Queer Film Festival 2023 #BQFF23. In: Bangalore Queer Film Festival (BQFF). Archiviert vom Original; abgerufen am 27. Oktober 2026 (englisch).
  17. ↑ Retrospective 3: Performative Disruptions. In: Xposed Film Festival. Abgerufen am 15. Mai 2026 (englisch).
  18. ↑ Only Vampires and Witches - Edition 2021. In: Kulturfolger. Abgerufen am 15. Mai 2026.
  19. ↑ Coco Schwarz. In: sogar theater. Abgerufen am 14. Mai 2026.
  20. ↑ Works. In: Coco Schwarz. Abgerufen am 15. Mai 2026.
  21. ↑ "Song of the Vanishing Glaciers". In: Engadiner Museum. Abgerufen am 29. April 2026.
  22. ↑ «Mensch, du hast Recht!» – ein Konzert in 30 Artikeln. In: sogar theater. Abgerufen am 14. Mai 2026.
  23. ↑ Ly-Ling & Herr Urgesi. In: SWISS FILMS. Abgerufen am 14. Mai 2026.
  24. ↑ paraxenos records. In: Bandcamp. Abgerufen am 14. Mai 2026.
  25. ↑ Piano Prince. In: Bandcamp. Abgerufen am 14. Mai 2026.
  26. ↑ «Get Going!» 2025|Die Begünstigten. In: FONDATION SUISA. 22. Dezember 2025, abgerufen am 29. April 2026.
Personendaten
NAME Schwarz, Coco
KURZBESCHREIBUNG nonbinäre kunstschaffende Person im Bereich der Ton-, Video- und Performancekunst
GEBURTSDATUM 1983
GEBURTSORT Baden