Im November 2025 hatte Codeberg über 300.000 Open-Source-Projekte, die von über 200.000 Benutzern verwaltet werden. Im Juni 2026 sind diese Zahlen laut Homepage bereits auf über 650.000 Projekte und mehr als 390.000 Benutzer gestiegen.
Betreiberverein
Der Betreiber von Codeberg ist der nicht gewinnorientierte, spendenfinanzierte eingetragene Verein Codeberg e.V. Der Vereinszweck besteht in der Bereitstellung von Diensten für Entwicklung und Distribution freier und quelloffener Software (FOSS). Der Verein wählte die Europäische Union für seinen Sitz und seine technische Infrastruktur aufgrund von Bedenken der Mitglieder, dass ein Repositorium in den USA durch Urheberrechtsansprüche im Rahmen des Digital Millennium Copyright Act gefährdet sein könnte. Der Codeberg e.V. hat ca. 1200 Mitglieder und wird hauptsächlich im Ehrenamt geführt.
Die Entwicklung von Forgejo erfolgt unter der Verwaltung des Vereins Codeberg e.V. Der Verein kümmert sich des Weiteren um die Verwaltung der Domainnamen und Markenrechte.
Geschichte
Codeberg e.V. wurde im September 2018 mit sieben Gründungsmitgliedern gegründet und öffnete Codeberg.org im Januar 2019 für die allgemeine Nutzung. Nach einem Monat hostete Codeberg.org bereits 333 Repositorien mit 379 Benutzern.
Im Dezember 2022 wechselte Codeberg.org von Gitea zu Forgejo.
Im Juli 2026 änderte Codeberg e.V. seine Nutzungsbedingungen, sodass diese fortan das Hosting von überwiegend KI-generierten Projekten verbieten. Ebenso wird die Nutzung der vorhandenen Projekte durch Codeberg e.V. für das KI-Training per Datenschutzrichtlinie ausgeschlossen. Die Entscheidung wurde unter anderem mit dem überproportional hohen Ressourcenverbrauch durch große Sprachmodelle begründet. Die Änderung geschah durch eine Entscheidung der Mitgliederversammlung mit 70% Ja-Stimmen bei 516 gültigen Stimmen (fast 50% der stimmberechtigten Mitglieder). Armin Ronacher, Eigentümer einer KI-Firma, kritisierte die Entscheidung, ansonsten wurde diese Entscheidung in der Presse überwiegend neutral bis positiv bewertet. Weniger mediale Aufmerksamkeit erhielt die zusätzliche Entscheidung derselben Mitgliedsversammlung, Projekte rund um Kryptowährungen zu verbieten.
Codeberg Pages
Codeberg Pages ermöglicht es, statische Websites zu erstellen und zu verwalten, ähnlich wie GitHub Pages. Diese können direkt aus auf Codeberg gehosteten Repositories veröffentlicht werden.
Technisch basierte Codeberg Pages zuvor auf einer eigens dafür angefertigten Softwarelösung, dem sogenannten Pages Server v2. Seit 2024 befindet sich diese Software allerdings im Wartungsmodus. Stattdessen wird seit Dezember 2025 auf die neue Basissoftware git-pages migriert, bestehende Benutzer können vorerst die alte Lösung weiternutzen.
Im Jahr 2020 schrieb Ade Malsasa Akbar in einem Artikel für ubuntubuzz.com, dass wohl alle in der FLOSS-Community an Codeberg interessiert sein dürften, insbesondere diejenigen, die auf der Suche nach einer GitHub-Alternative seien.
Im Juni 2022 propagierte die Give-Up-Github-Kampagne der Software Freedom Conservancy (als Reaktion auf eine Urheberrechtskontroverse um GitHub Copilot) Codeberg als eine Alternative zu GitHub. Dies steigerte den Bekanntheitsgrad von Codeberg in der Open-Source-Community und etliche größere Open-Source-Projekte migrierten zu Codeberg.
↑Andreas Shimokawa.In:programmier.bar.Abgerufen am 27.November 2025:„2018 gründete er den Codeberg e.V., der mit Codeberg.org einen nicht-kommerziellen Gegenpol zu GitHub betreibt.“
↑What is Codeberg?In:Codeberg Documentation.Abgerufen am 27.November 2025.
↑Forgejo authors:Beyond coding. We forge.In:Fogejo.15.Dezember 2022,abgerufen am 6.Juni 2023(englisch):„To this end we are very proud that Codeberg e.V. has decided to become our project’s custodian. [...] Not only will Codeberg take care of the Forgejo domain names and trademarks, but the organization will use Forgejo as the basis for their own services, instead of Gitea.“