| ColecoVision | |||
|---|---|---|---|
| Hersteller | Coleco | ||
| Typ | stationäre Spielkonsole | ||
| Veröffentlichung |
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| Produziert bis | 1985 | ||
| Hauptprozessor | Z80A | ||
| Grafikprozessor | Texas Instruments TMS9928A (US) / TMS9929A (EU) | ||
| Speichermedien | Module | ||
| Controller | zwei kabelgebundene Gamepads | ||
| Onlinedienst | keiner | ||
| Verkaufte Einheiten | über 2.000.000 | ||
| Meistverkauftes Spiel | unbekannt | ||
| Vorgänger | Coleco-Telstar-Serie | ||
Das Colecovision ist eine Spielkonsole von Coleco, die im August 1982 erschien. Grafik und Gamepad entsprechen etwa dem Standard damaliger Arcade-Spiele; bei Markteinführung standen 12 Softwaretitel zur Auswahl, die in Form von Modulen verkauft wurden. Im Laufe der Jahre wuchs die Palette auf annähernd 170 Titel heran, darunter hauptsächlich Umsetzungen von Automatenspielen.
Das Colecovision war die erste Spielkonsole, welche die Spielhallen-Hits der damaligen Zeit fast originalgetreu bei Grafik und Sound wiedergeben konnte. Dies war auf die Hardware-Ähnlichkeit des Colecovision mit der damaligen Arcade-Technik zurückzuführen; auf dem Atari 2600, Intellivision und Philips G7000 war dies nur mit großen Abstrichen, nicht nur grafisch und klanglich, sondern oft auch im Gameplay und Levelaufbau, möglich. Auch das angebotene Lenkrad mit Pedalen (Turbo) für das Colecovision war damals eine Sensation, vergleichbares war für den Heimbereich bis dahin nicht erhältlich.
Das Colecovision für den europäischen Markt wurde von CBS gefertigt; diese enthielt einen für das europäische PAL-Fernsehsystem geeigneten Grafikchip. Hardwaremäßig ähnelt die Colecovision-Technik der des später veröffentlichten MSX-Heimcomputer-Standards, ohne jedoch kompatibel dazu zu sein.

Die mitgelieferten Controller (Joystick) mit Spiralkabel und einem zusätzlichen Nummernblock fanden im Gehäuse Platz und waren so im Idealfall immer bei Nichtbenutzung aufgeräumt. Ähnliches gab es bereits bei der Intellivision-Konsole oder dem Interton VC 4000, und auch einige TV-Telespiele der ersten Generation (Pong-Konsolen mit fest installierten Spielen) hatten dies schon.
Bis Weihnachten 1982 hatte Coleco ca. 500.000 Einheiten verkauft. Der Erfolg war auf die beiliegenden Spiele zurückzuführen. Während Atari mit der Beliebtheit von Space Invaders den Durchbruch geschafft hatte, war das Colecovision die erste Heimkonsole, auf der das Kultspiel Donkey Kong von Nintendo spielbar war. Ein anderer Spiele-Hit war das Spiel Zaxxon, welches vom Arcade-Automat sehr gut auf die Coleco-Konsole portiert wurde.
Anfang 1983 überschritten die Verkäufe eine Million, bis 1983 der große Zusammenbruch des Markts für Videospiele kam. Die Produktion des Colecovision wurde im Frühling 1984 eingestellt. Trotz der Schwierigkeiten gegen Ende seiner Blütezeit wurden mehr als zwei Millionen Einheiten verkauft.
Es gibt bis heute eine aktive Homebrew Szene die neue Spiele für das System entwickelt teils von anderen Plattformen wie dem MSX oder SG-1000.
Coleco brachte einige Erweiterungen auf den Markt, unter anderem Expansion Module #1, Expansion Module #2 und Expansion Module #3.
2012 brachte die Firma Opcode das Super Game Module 2 heraus, welche neben der Erweiterung des Arbeitsspeicher auf 32 KB einen AY-3-8910 Sound Chip integriert. Die Hardware von speziellen Cartridge (SGC2) herstellerseitig unterstützt.

Nachfolgend eine Liste von einigen bekannten Spielen für das Colecovision.