Commiphora

Commiphora

Commiphora saxicola aus Namibia

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Balsambaumgewächse (Burseraceae)
Gattung: Commiphora
Wissenschaftlicher Name
Commiphora
Jacq.

Commiphora ist eine Gattung der Balsambaumgewächse (Burseraceae). Sie ist eng mit der Gattung Bursera verwandt. Der wissenschaftliche Name setzt sich zusammen aus dem griechischen kommi (‚Gummi‘) und phoreus (‚tragend‘) und bezieht sich auf die Gummiharze, welche die meisten Arten produzieren.

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Commiphora-Arten wachsen als meist laubabwerfende Bäume oder Sträucher, oft sind sie bewehrt oder dornig. Die meist unpaarig drei- bis mehrzählig gefiederten Blätter sitzen wechselständig oder zusammen stehend, manchmal ist nur ein Endblättchen vorhanden. Die sitzenden oder fast sitzenden Blättchen sind gesägt, gekerbt oder ganzrandig. Nebenblätter fehlen.

Generative Merkmale

Die Pflanzen sind meist zweihäusig diözisch. Die kleinen, zwittrigen oder meist eingeschlechtigen Blüten stehen achselständig, einzeln, oder in Bündeln von zwei bis fünf oder in Rispen. Die meist funktionell eingeschlechtlichen Blüten sind 4–5-zählig mit doppelter Blütenhülle. Es kann ein Blütenbecher vorhanden sein. Die Kronblätter sind valvat. Es sind ein oder zwei, oft ungleiche, Staubblattkreise vorhanden. Der Fruchtknoten ist meist oberständig mit kurzem Griffel. Es ist ein Diskus vorhanden. Im weiblichen Blüten sind meist Staminodien und in männlichen ein Pistillode ausgebildet.

Die Steinfrüchte sind kugelig und manchmal seitlich abgeflacht. Die Samen bzw. Steinkerne besitzen einen Pseudoarillus.

Verbreitung und Systematik

Die Gattung umfasst etwa 185 Arten in Indien, Westpakistan, der Arabischen Halbinsel und im tropischen und südlichen Afrika.

Die Erstbeschreibung der Gattung durch Nikolaus Joseph von Jacquin wurde 1797 veröffentlicht. Ihre Typusart ist Commiphora madagascariensis Jacq..

Sukkulente Arten

Folgende Arten sind sukkulent:

Nutzung

Einige Arten werden als Myrrhe, manche als Bdellium genutzt.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Dan Mahr: Commiphora: An Introduction to the Genus. In: Cactus and Succulent Journal. Band 84, Nr. 3, 2012, S. 141.
  2. 1 2 3 Commiphora bei Flora of Pakistan
  3. ↑ Nikolaus Joseph Jacquin: Plantarum rariorum horti caesarei Schoenbrunnensis descriptiones et icones. Band 2, C. F. Wappler, Wien 1797, S. 66, Tafel 249 (online).
  4. ↑ Ernst Jacobus van Jaarsveld: Commiphora. In: Urs Eggli, Reto Nyffeler (Hrsg.): Illustrated Handbook of Succulent Plants. Dicotyledons: Rosids. Springer, Cham 2023, ISBN 978-3-030-93491-0, S. 107–114.
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