
Constant Malva (* 9. Oktober 1903 in Quaregnon; † 15. Mai 1969 in Saint-Josse-ten-Noode/Sint-Joost-ten-Node) war ein belgischer Schriftsteller französischer Sprache.
Alphonse Bourlard wurde 1919 mit 15 Jahren wie sein Vater Bergmann in der Borinage. 1923 trat er in die Kommunistische Partei ein, wurde aber 1928 als Trotzkist ausgeschlossen. Ab 1929 verarbeitete er die Erzählungen seiner Mutter zu dem Werk Histoire de ma mère et de mon oncle Fernand, das unter dem Pseudonym Constant Malva dank Henry Poulaille 1932 im Verlag Valois erschien (mit einem Vorwort von Henri Barbusse). Von da an frequentierte er in Paris die Gruppe um Poulaille, in Brüssel die von Charles Plisnier und Albert Ayguesparse gegründeten Zirkel und in La Louvière die surrealistische Dichtergruppe Rupture (Bruch, Zäsur) um Achille Chavée und Fernand Dumont. Unter der deutschen Besatzung gab er 1940 die Arbeit unter Tage auf und neigte politisch Hendrik de Man zu. Nach dem Weltkrieg lebte er unter schwierigen Umständen. Er starb 1969 an Staublunge. Michel Ghende nannte ihn einen wahren Schriftsteller (und nicht nur einen Autor autobiographischer Dokumentation). Michel Ragon versammelte seine Werke 2007 in einem Band.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Malva, Constant |
| ALTERNATIVNAMEN | Bourlard, Alphonse (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | belgischer Dichter französischer Sprache |
| GEBURTSDATUM | 9. Oktober 1903 |
| GEBURTSORT | Quaregnon |
| STERBEDATUM | 15. Mai 1969 |
| STERBEORT | Saint-Josse-ten-Noode/Sint-Joost-ten-Node |