Constanze Jacobi

Constanze Erdmunde Jacobi, verh. Dawison (* 2. Februar 1824 in Altenburg; † 23. November 1896 in Dresden) war eine deutsche Pianistin und Sängerin. Sie war mit dem Schauspieler Bogumil Dawison verheiratet.

Leben

Grab von Constanze Jacobi auf dem Alten Annenfriedhof in Dresden

Constanze Jacobi, Tochter eines praktischen Arztes, studierte an dem 1843 gegründeten Leipziger Konservatorium als eine der ersten Schülerinnen Klavier und Gesang bei Henriette Grabau-Bünau, Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann. Schumann zählte sie zu seinen besten Schülern, er widmete ihr seine 1849 komponierten „Drei Gesänge aus Lord Byrons Hebräischen Gesängen für eine Singstimme mit Begleitung der Harfe oder des Pianoforte“ op. 95.

Constanze Jacobi trat in Leipzig und Dresden auf, zunächst als Pianistin und Sängerin, später überwiegend als Sängerin (Sopran und Alt). In Dresden war sie oft bei den musikalischen Gesellschaften des Ehepaares Schumann zu Gast. Als diese 1854 nach Düsseldorf zogen, besuchte sie Constanze Jacobi auch dort und wirkte bei einer privaten Aufführung von Schumanns „Sechs Gedichte von Nikolaus Lenau und Requiem“ op. 90 mit. Ende der 1850er lebte sie als Musiklehrerin in Dresden. Am 3. Januar 1861 heiratete sie den königlich-sächsischen Hofschauspieler Bogumil Dawison (1818–1872) und zog sich von der Bühne zurück. Sie begleitete ihn auf seinen Gastspielreisen, u. a. 1866 und 1867 durch die USA. Nach dem Tod ihres Ehemannes lebte sie in Dresden, wo sie 1896 verstarb. Ihr Grab befindet sich auf dem Alten Annenfriedhof.

Ihr musikalisches Stammbuch, das wertvolle Autographe berühmter Musikerpersönlichkeiten enthält, wird im Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf aufbewahrt. Robert Schumann vermachte ihr 1848 ein Widmungsalbum, das er ihr aus Verehrung schenkte, es enthält mehrere Lieder von ihm.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Stadtarchiv Dresden, Standesamt Dresden II, Sterbe-Nebenregister 1896, Nr. 2472.
  2. ↑ Vgl. Statistik des Königl. Conservatoriums der Musik zu Leipzig 1843-1883, Leipzig 1883, Schüler-Inscriptionen, S. 5 (Digitalisat).
  3. ↑ Vgl. Robert Schumann. Tagebücher. Bd. II: 1836–1854, hrsg. v. Gerd Nauhaus, Leipzig 1987, S. 271.
  4. ↑ Ihr Album wurde 2022 digitalisiert: Universität Hamburg: Album of Constanze Dawison (née Jacobi), Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf, 91.5001 T.G. , 19th century, online auf der Seite der Universität Hamburg
  5. ↑ Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig: Widmungsalbum für Constanze Jacobi von Robert Schumann, Digitalisat online auf Sachsen.Digital
Personendaten
NAME Jacobi, Constanze
ALTERNATIVNAMEN Jacobi, Constanze Erdmunde (vollständiger Name); Dawison, Constanze (Ehename)
KURZBESCHREIBUNG Pianistin und Sängerin
GEBURTSDATUM 2. Februar 1824
GEBURTSORT Altenburg
STERBEDATUM 23. November 1896
STERBEORT Dresden