| Constellations and Hemispheres | ||||
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| Studioalbum von Wadada Leo Smith | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Burning Ambulance Music | ||||
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Format(e) |
Download | |||
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Titel (Anzahl) |
5 | |||
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Besetzung |
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Wadada Leo Smith | ||||
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Studio(s) |
Firehouse 12, New Haven, Connecticut | |||
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Constellations and Hemispheres ist ein Musikalbum von Wadada Leo Smith. Die zwischen 2017 und 2022 im Kulturzentrum Firehouse 12 in New Haven (Connecticut) entstandenen Aufnahmen erschienen am 25. September 2026 auf dem Label Burning Ambulance Music.
Wadada Leo Smiths Album Constellations and Hemispheres entstand in einem Zeitraum von mehr als fünf Jahren in dem Kulturzentrum Firehouse 12. Auf dem Album sind mindestens drei verschiedene Besetzungen zu hören, die sich teilweise überschneiden. Mitwirkende Musiker sind Sylvie Courvoisier am Piano, Bobby Naughton (Vibraphon), sein Enkel Lamar Smith (E-Gitarre), Bill Laswell und Melvin Gibbs am E-Bass, Mauro Refosco und Brian Jawara Gray (Perkussion) sowie Pheeroan akLaff und Marcus Gilmore am Schlagzeug.
Die Kompositionen stammen von Wadada Leo Smith.
Wer an Alben des Trompeters Wadada Leo Smith gewöhnt ist, die auf einer starken Grundidee – einer Einheit von Zeit und Ort (oft vor allem des Ortes) – basieren, könnte von Constellations & Hemispheres zunächst etwas irritiert sein, meint Frankie Barriaux (Citizen Jazz). Diese Produktion würde vielmehr den Wunsch ausdrücken, eine entspannte musikalische Verbundenheit sowie eine Abstraktion zu teilen, die aus jedem der Stücke – angefangen bei „Dark Energy“ – geradezu herausströme, entstanden im Trio mit Sylvie Courvoisier am Piano und Marcus Gilmore am Schlagzeug. Dies sei eine Besetzung von herausragender Klasse: ein getragener, sehr raumgreifender Klang und eine düstere Eleganz, die das enge Einvernehmen zwischen der Pianistin und dem Trompeter unterstreiche – eine Verbindung, die sich bereits auf Angel Falls bewährt hätte.
„Ein Streben nach Unendlichkeit und außerirdische Landschaften“ käme in der wuchtigen, zugleich aber schwebenden elektrischen Klangwelt von „Deep Canyons on Mars“ zum Ausdruck, so Barriaux – einem Stück, in dem die Basslinien von Bill Laswell und Melvin Gibbs unweigerlich an das großartige Album Fire Illuminations erinnern würden. Dieser Titel, bei dem der langjährige Weggefährte Pheeroan AkLaff am Schlagzeug zu hören ist, zähle zu den beiden „geschliffenen Rohdiamanten“ dieses Albums. Hier zeige sich der überaus präzise Sound Smiths sowie seine Fähigkeit, seinen Mitmusikern Raum zur Entfaltung zu lassen und nur dann einzugreifen, wenn es darum gehe, Akzente zu setzen oder die Richtung zu lenken. Der Trompeter würde dem Ganzen zudem Farbe verleihen – auch wenn das musikalische Konzept im Grunde bewusst monochrom gehalten sei. Das Quintett, das dieses Stück interpretiere, profitiere maßgeblich von dem überaus atmosphärischen Dialog, der sich zwischen Wadada Leo Smith und dem Vibraphonisten Bobby Naughton entspinne. Dies bilde den roten Faden des gesamten Albums.
Miles Davis, eine von Smiths wichtigsten Inspirationsquellen, habe die Gabe besessen, eine kongeniale Besetzung von Musikern zusammenzustellen – ein Ansatz, dem auch Wadada Leo Smith weitgehend gefolgt sei, meint Kevin Le Gendre in Jazzwise. Der überaus produktive Trompeter und Komponist würde hier eine Art Werkschau präsentieren, realisiert mit sehr unterschiedlichen Ensembles, in denen sich jedoch sowohl langjährige als auch neuere Mitstreiter Smiths fänden. Das Trio mit der Pianistin Sylvie Courvoisier und dem Schlagzeuger Marcus Gilmore wirke auf faszinierende Weise geheimnisvoll und anspielungsreich; es entfalte ein zurückhaltendes, lebendiges Drama – manchmal allein durch eine gedehnte kleine Terz auf dem Klavier, eine flüchtige Spur gedämpfter Blechbläserklänge oder das zischende Ausklingen eines Beckens.

Während Smith in dieser ersten Formation als „Meister der sparsamen Ruhe“ glänze, würden seine Quintette und sein Oktett eine wohl dosierte Intensität – bisweilen sogar eine gewisse Heftigkeit – ins Spiel bringen, wobei sie sich behutsam zwischen akustischen und elektrischen Klanglandschaften bewegen würden, so Le Gendre weiter. Smiths unverstärktes Trompetenspiel sei von überragender Präsenz, besonders wenn er sich allmählich aus der mittleren in die hohe Lage schraube – ganz ohne effekthascherische Sprünge – und sich dabei wunderbar in die leuchtenden Klangflächen einfüge, die der Vibraphonist Bobby Naughton entwerfen würde. An anderer Stelle zeige sich die Musik von einer härteren, wuchtigeren Seite. Der Gitarrist Lamar Smith, der viel Raum für ausgedehnte Soli erhalte, würde ekstatische, knirschende und piepsende Verzerrungen entfesseln, die sowohl in der Tradition des P-Funk stünden als auch im Kielwasser von Bitches Brew angesiedelt seien; sie würden zudem hervorragend mit der dichten Klangtextur der Bassisten Melvin Gibbs und Bill Laswell harmonieren. Die verschiedenen Ensembles, die Smith hier leiten würde, unterstrichen seine Bedeutung als furchtlos origineller Künstler, der sich das gesamte Spektrum afroamerikanischer Musik zu eigen gemacht habe.