Containergebäude

Aus Containern zusammengesetztes Bürogebäude
Nomadic Museum, hier in Santa Monica
Studentenwohnheim auf einem Hausboot
Containergebäude auf zwei Ebenen mit außen angebrachter Treppe
6 m hoher Wohncontainer „HomeBox 1“ von Hanfried Slawik, 2009. Drei Etagen mit je ca. 5 m²: Küche, Dusch-WC und Tisch für 2 Personen im Erdgeschoß, Bett im Zwischengeschoß und Wohn- oder Arbeitsbereich im Obergeschoß
Kundenzentrum
„SB-Service“ der Sparkasse mit Geldautomat und Kontoauszugsdrucker

Als Containergebäude bezeichnet man Gebäude, die in Raumzellenbauweise aus Containern errichtet werden. I. d. R. handelt es sich um kostengünstige wiederverwendbare temporäre Gebäude, die zur kurzfristigen Befriedigung akuten Platzbedarfes dienen und nach gewisser Zeit wieder abgebaut werden (siehe demontables Bauen). Danach können sie anderenorts wiedereingesetzt werden.

Menschen können in ihnen zeitweise leben, wohnen oder arbeiten. Häufig werden Containerbauten bei Sanierung, Umbau oder Erweiterung von Gebäuden eingesetzt. Ihre Größe kann von einzelnen Containern bis zu mehrstöckigen Gebäuden reichen. Eine Ansammlung von Containergebäuden nennt man auch Containerdorf.

Die Container haben im Minimum einen Boden oder eine Decke mit aufgesetztem kubischem Rahmen, in den bedarfsweise Außen- oder Innenwände mit Türen und Fenstern und Decke (oder Boden) eingesetzt werden. Bei der Zusammenstellung mehrerer Container zu größeren Räumen entfallen einige Wände. Höhere Räume können geschaffen werden, wenn in einer oder mehreren Etagen Decken oder Böden des Module weggelassen werden. Die vertikale Erschließung geschieht häufig über Außentreppen.

Nutzungen

Die möglichen Nutzungen sind weit gestreut, im Folgenden einige Beispiele:

Büro
Baubüro, öffentliche Verwaltung
Aufenthalt
Baustellencontainer, Schulcontainer, Veranstaltungsräume und -unterkünfte
Forschung und Gesundheitswesen
temporäre Kliniken
temporäre Labore (Laborcontainer)
Wohnen
Modulhaus, Baustellenunterkunft, Flüchtlingsunterkunft, Studentenwohnheim, Militärunterkunft
Technik
als Sendergebäude: Der komplette Sender kann beim Hersteller zusammengebaut werden und braucht dann nur noch aufgestellt und angeschlossen zu werden.
als Werkstattgebäude
als Transformatorenhäuschen
als Notstromaggregat zur mobilen temporären Ersatz-Stromversorgung
als Rechenzentrumsgebäude
Messebau
Clubs, Bars, Werbeflächen, Lounges

Konstruktion

Containermodule gibt es vornehmlich in zwei Bauarten:

Bürocontainer werden voll isoliert und fertig vorinstalliert. Meistens sind die einzelnen Container in Paneelbauweise gefertigt, die eine flexible Anordnung von Türen und Fenstern ermöglicht. Weiterhin können dadurch die einzelnen Module miteinander verbunden werden, um größere Räume zu schaffen.

Beispiele

Literatur

Siehe auch

Commons: Containergebäude – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Containerwohnung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Keetwonen: Studentenwohnheim in Amsterdam (Memento vom 19. November 2016 im Internet Archive)
  2. ↑ Anne-Sophie von Hein: Miniappartments, Wohnwürfel, Container: Neue Antworten auf die Wohnungskrise. In: YouTube. Der Spiegel, 6. November 2016, abgerufen am 22. November 2020.
  3. ↑ Grundrisse (PDF) (Memento vom 1. Februar 2017 im Internet Archive)
  4. ↑ Rezension (faz.net)
  5. ↑ französisch von Claire Debard, deutsche Übersetzung von Gregor Runge.