
Contango beschreibt eine Preissituation bei Warentermingeschäften (Futures), z. B. beim Handel mit Commodities wie Agrarprodukten, Energie (Energieträger), Währungen (FX), Aktienindizes u. a.
Futures sind ein Instrument des Risikomanagements. Ein Terminkontrakt bietet Marktteilnehmern eine Absicherung gegen Preisänderungen (Hedging), sowohl für Käufer als auch für Verkäufer.
Bei Contango liegt der Preis für Lieferung in der Zukunft (Terminkurs) über dem aktuellen Kassakurs (Spotpreis): Futures > Spot.
Die sogenannte Futures-Kurve ist bei einer Contango-Marktlage typischerweise nach oben gerichtet, d. h., je später der Liefertermin ist, desto höher ist der Preis. Die Kurve kommt zu Stande, wenn ein Preis in der nahen Zukunft tiefer liegt als in der weiter entfernten Zukunft, z. B. 50 US-Dollar in einem Monat und 70 US-Dollar in sechs Monaten. Dies stellt eine positive Steigung dar. Das heißt, die Preise für Kontrakte mit längeren Laufzeiten sind höher als die Preise am Spotmarkt oder für den nächsten Monat. Dies ist häufig der Fall bei einem Überangebot am Markt oder einer negativen Nachfrage.
Contango führt für Spekulanten (= Käufer von Futures; als Hedger werden Verkäufer von Futures bezeichnet) regelmäßig zu „Rollverlusten“ oder negativen „Rollrenditen“. Verkäufer, die ihre Ware nicht sofort verkaufen können, tragen die Haltekosten, wie Lagerkosten, Versicherungsprämien und Zinsaufwendungen.
Das Gegenteil von Contango ist Backwardation.
Die Gründe für eine Contango-Situation können vielschichtig sein: