Die Continuationes (lateinisch für „Fortsetzungen“) bilden die Fortsetzungen der sogenannten Fredegar-Chronik. Sie wurden im Merowingerreich des 8. Jahrhunderts geschrieben und umfassen 54 Kapitel. Zeitlich reichen sie bis 768, dem Todesjahr Pippins des Jüngeren, und enden mit der Königskrönung Karls des Großen und seines Bruders Karlmann. Als Quelle gelten u. a. der Liber Historiae Francorum (Kapitel 43–53) sowie mündliche Überlieferungen. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Taten der frühen Karolinger.
Als Verfasser gelten zwei Schreiber, welche im Auftrag des dux Childebrand und seines Sohnes Nibelung die Chronik verfassten (vgl. Cont. 34), welche wiederum Verwandte der frühen Karolinger gewesen waren: Childebrand war ein Halbbruder Karl Martells und somit ein Onkel Pippins des Jüngeren. Aufgrund der Auftragsarbeit und des Inhalts – so werden bestimmte Ereignisse, die für die Karolinger eher unangenehm waren, wie der sogenannte „Staatsstreich Grimoalds“ schlicht unterschlagen – kann man durchaus von einer karolingischen Hauschronik sprechen.