Cooties

Film
Titel Cooties
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2014
Länge 84 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen SpectreVision
Stab
Regie
Drehbuch
Produktion
Musik Pepijn Caudron
Kamera Lyle Vincent
Schnitt Brett W. Bachman
Besetzung

Cooties ist eine US-amerikanische Horrorkomödie von Jonathan Milott und Cary Murnion aus dem Jahr 2014. Es handelt sich um den dritten Film von SpectreVision, der Produktionsfirma von Elijah Wood, der eine der Hauptrollen spielt, sowie Daniel Noah und Josh C. Waller.

Handlung

In Fort Chicken, Illinois, wurde ein Hähnchen mit einem hoch ansteckenden Virus infiziert. Das Hähnchen landet in einer Portion Chicken Nuggets, die an der Grundschule von Fort Chicken verköstigt wird. Shelly Linker wurde mit dem Virus infiziert. Am gleichen Tag beginnt der erfolglose Horror-Schriftsteller Clint seinen Tag als Vertretungslehrer an der Grundschule. Er musste wieder – vorübergehend – zu seiner Mutter ziehen und trifft auf seine alte Flamme Lucy McCormick, die jedoch mit dem rüpelhaften Sportlehrer Wade Johnson geht.

Gleich in seiner ersten Stunde vor Viertklässlern wird Shelly Linker von einem Schüler namens Patriot geärgert und attackiert ihn. Sie beißt ihm ins Gesicht und verlässt den Klassenraum. Clint bringt ihn zur Krankenstation und setzt den Unterricht fort. Die infizierten Kinder gehen anschließend zur Hofpause. Der Virus verbreitet sich so innerhalb der Pause recht schnell und verwandelt die Grundschüler in eine Bande von fleischfressenden Zombies, die die Lehrer attackieren.

Zurück bleiben Clint, Lucy, Wade und einige weitere Lehrkräfte sowie zwei nicht-infizierte Kinder und der Hausmeister Hitachi. Clint selbst ist verletzt, hat aber nur Symptome einer Magen-Darm-Erkrankung. So finden sie heraus, dass das Virus nur Menschen vor der Pubertät befällt. Wade und Clint streiten um die Führung des Teams, raufen sich aber wieder zusammen. Gemeinsam versucht die Gruppe zu Wades extrem großem Pick-up zu gelangen. Wade opfert sich in einem selbstlosen Akt und stirbt scheinbar in einer Zombieattacke, während den anderen mit seinem Wagen die Flucht gelingt.

Nachdem sie Patriot überfahren, der sich auf der Laderampe versteckt hatte, landen sie in der rivalisierenden Stadt Danvilkle, wo die Hühnerfarm steht. Sie müssen jedoch feststellen, dass sich das Virus Pandemie-artig verbreitet hat. Sie versuchen, ein infiziertes Stück Nugget in der Fabrik einzusammeln, um ein Gegenmittel zu entwickeln. Dabei werden sie von einer Horde infizierter Kinder angegriffen. Wade hat jedoch überlebt und gemeinsam mit Hitachi steckt er die Fabrik in Brand.

Die Gruppe kann entkommen und beschließt in die Antarktis oder einen anderen Ort zu reisen, wo Kinder nicht hingehen würden.

Hintergrund

Die Idee zum Film stammte aus einem Brainstorming der Produktionsfirma SpectreVision um Elijah Wood. Zunächst dachte man an einen ernsthaften Film, doch der Name „Cooties“, eine englische Bezeichnung aus der Kindersprache für eine unsichtbare, ansteckende Krankheit, ursprünglich für Läuse verwendet, stand schon recht früh fest. Als man Ian Brennan und seinem Freund Leigh Whannell das Drehbuch anvertraute, entwickelte sich das Skript zu einer Horrorkomödie. Ian Brennan, bekannt als Ideengeber von Glee und Leigh Whannell, Mitschöpfer der Saw- und Insidious-Filmreihe waren ein eher unkonventionelles Paar für das Drehbuch. Die Regie übernahmen Jonathan Milott und Cary Murnion.

Veröffentlichung

Der Film feierte am 18. Januar 2014 im Egyptian Theatre in Park City, Utah, im Rahmen des Sundance Film Festivals 2014 Premiere, wo er für das Programm Park City at Midnight ausgewählt worden war. Kinostart in den Vereinigten Staaten war der 18. September 2015 über Lionsgate Premiere als Video-on-Demand und in 29 Kinos. Er erreichte in der Eröffnungswoche damit nur 33.031 US-Dollar und etwas weniger in der zweiten Woche. International spielte er 425.486 US-Dollar ein, wobei er eher für den Heimvideomarkt konzipiert wurde.

Der Film erschien am 12. Oktober 2015 im Vereinigten Königreich direkt auf Video und am 15. Oktober 2015 in Deutschland. In Deutschland erhielt er eine FSK-16-Freigabe.

Rezeption

Der Film wurde gemischt aufgenommen und überzeugte bei Rotten Tomatoes einen Tomatometer von 46 % auf der Basis von 46 Rezensionen. Trotz guter Ansätze würde der Film sein Potential verschenken. Ähnlich erreichte der Film bei Metacritic basierend auf 21 Reviews 49 % Zustimmung.

Kyle Burton schrieb in seinem Sundance-Review für IndieWire: „Im Gegensatz zur klassischen Zombie-Satire der ursprünglichen Filme von George A. Romero ist Cooties zwar oberflächlich, funktioniert aber durchaus als absurde Unterhaltung, die ihre Klischees geschickt einsetzt. Das Ergebnis ist sowohl wirkungsvoll furchteinflößend als auch urkomisch.“ Auch im The Hollywood Reporter schrieb der Rezensent: „Es ist schon eine Weile her, dass das Zom-Com-Genre einen so starken Beitrag wie Cooties hervorgebracht hat, in dem ein Ausbruch von Fleischfressern an einer bürgerlichen Grundschule stattfindet und die Lehrkräfte gezwungen sind, den nun zu Zombies gewordenen Kindern, die sie einst zu unterrichten versuchten, immer einen Schritt voraus zu sein. Mit einer Starbesetzung, gutem Tempo und viel Humor ist das Debüt von Jonathan Milott und Cary Murnion kommerziell gesehen am ehesten mit Zombieland aus dem Jahr 2009 vergleichbar und dürfte auch ein Publikum außerhalb der treuen Genre-Fans problemlos ansprechen.“

Das Lexikon des internationalen Films dagegen urteilte: „Die Popcorn-Zombie-Komödie kann ihre originelle Ausgangsidee wegen des schwachen Drehbuchs nicht entfalten und verschenkt ihr Potenzial zugunsten einer unausgegorenen und blutigen Splatter-Geschichte.“ Auch in der Los Angeles Times besprach Robert Abele den Film eher als mittelmäßig: „Die Debüt-Regisseure Jonathan Milott und Cary Murnion halten ein gutes Tempo und beweisen mit Schauspiel und Bildsprache komödiantisches Gespür. Doch wie bei den meisten dieser genreübergreifenden Spektakel verfliegt der Schwung, und zurück bleiben nur plumpe Gore-Szenen, lahme Witze, uninspirierte Handlungsstränge und die Unfähigkeit, das Chaos zufriedenstellend zu beenden. Bei Cooties verwandelt sich das, was als Pausenspaß beginnt, nur allzu schnell in eine filmische Nachsitzstunde.“

Einzelnachweise

  1. ↑ Freigabebescheinigung für Cooties. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 152872/V; abgerufen am 8. Oktober 2026).
  2. ↑ Andreas Köhnemann: Auf dem Schulhof ist die Hölle los. In: Mediabook zu Cooties. Cinestrange Extreme, 2020, S. 4 f.
  3. ↑ Indiewire: Sundance 2014: Park City at Midnight. In: IndieWire. 10. Januar 2014, abgerufen am 8. Oktober 2026 (amerikanisches Englisch).
  4. ↑ Cooties. In: Box Office Mojo. Abgerufen am 8. Oktober 2026.
  5. ↑ Cooties in der Online-Filmdatenbank; abgerufen am 8. Oktober 2026.
  6. ↑ Cooties. In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 8. Oktober 2026 (englisch).
  7. ↑ Cooties Reviews – Metacritic. Abgerufen am 8. Oktober 2026 (englisch).
  8. ↑ Kyle Burton: Sundance Review: Elijah Wood Vehicle ‘Cooties’ Is Gross Genre Fun. In: IndieWire. 20. Januar 2014, abgerufen am 8. Oktober 2026 (amerikanisches Englisch).
  9. ↑ T. H. R. Staff: Cooties: Sundance Review. In: The Hollywood Reporter. 19. Januar 2014, abgerufen am 8. Oktober 2026 (amerikanisches Englisch).
  10. ↑ Cooties. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 8. Oktober 2026.
  11. ↑ Review: Elijah Wood, Alison Pill and Rainn Wilson run wild in horror comedy ‘Cooties’. 17. September 2015, abgerufen am 8. Oktober 2026 (amerikanisches Englisch).