| Corbek | ||
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| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | DE: 595436 | |
| Lage | Kreis Stormarn, Schleswig-Holstein, Deutschland | |
| Flusssystem | Elbe | |
| Abfluss über | Bille → Elbe → Nordsee | |
| Quelle | Südlich von Braak 53° 36′ 11″ N, 10° 15′ 16″ O | |
| Quellhöhe | 52,5 m ü. NHN | |
| Mündung | Südlich von Witzhave in die BilleKoordinaten: 53° 33′ 51″ N, 10° 20′ 23″ O 53° 33′ 51″ N, 10° 20′ 23″ O | |
| Mündungshöhe | 18 m ü. NHN | |
| Höhenunterschied | 34,5 m | |
| Sohlgefälle | 3,3 ‰ | |
| Länge | 10,5 km | |
| Linke Nebenflüsse | Birkenbach, Gehrenbach, Leebek, Bülkenbek, Kranbergbek vom Großensee | |
| Rechte Nebenflüsse | Kuhbek, Nachtkoppelbek, Riethbek, Brunsbach, Sehrbergbek, Tradenbek, Buschbek, Harmbach, Barkholzbek | |
Die Corbek ist ein Bach und ein kleinerräumiges Gewässersystem im Kreis Stormarn im südöstlichen Schleswig-Holstein. Sie gehört zum übergeordneten Flusssystem der Bille. Über den Löschwasserteich in der Mitte des Meilsdorfer Damms in Siek, der sowohl in den Fleischgaffelgraben als auch in den Gehrenbach entwässert, besteht eine unmittelbare Verbindung zum Flusssystem der Wandse.
Die Quelle der Corbek liegt südlich von Braak auf der Grenze zwischen den Gemeinden Braak und Brunsbek in einer Senke, aus der in unmittelbarer Nähe auch die Braaker Bek und der Stellauer Bach entspringen. Die Corbek selber durchquert in ihrem Verlauf die Orte Papendorf, Rausdorf und Witzhave – südlich von Witzhave mündet sie von rechts in die Bille.
In Papendorf ist die Corbek (und auch ihr Zufluss Nachtkoppelbek) zu einem Dorf- oder Löschwasserteich aufgestaut, nach dem Zusammenfluss mit dem Brunsbach und in Witzhave zu Fischteichen, in Rausdorf und beim Gut Heinrichshof schon seit dem Spätmittelalter zu Mühlenteichen – an letzterem Ort befand sich ursprünglich eine Kupfermühle.
In ihrem Oberlauf bis Papendorf ist die Corbek ein begradigter Entwässerungsgraben, dem – neben der Kuhbek, dem Birkenbach und dem Gehrenbach – meist in der Gestalt von Knickgräben etliche weitere Entwässerungsgräben von rechts und von links zufließen. In diesem Bereich fällt sie in Trockenperioden durchgängig trocken.
Im Mittellauf zwischen Papendorf bis zur Mündung des Brunsbachs versiegt sie selbst unterhalb von zuverlässig wasserführenden Zuflüssen wie der Nachtkoppelbek in Dürrephasen nach nur kurzem Lauf wieder. Hier verläuft sie flussabwärts jedoch zunehmend naturnaher und mäandert teilweise auch. In diesem Abschnitt bildet sie über weite Strecken den Grenzbach zwischen Großensee und Brunsbek bzw. Rausdorf.
Ab dem regelmäßigen Zufluss des aus Brunsbek kommenden Brunsbachs in Großensee-Glashütte führt die Corbek bis zur Mündung ständig Wasser. Bei sehr hohem Wasserstand entwässert sogar auch der Großensee über die gleichfalls ständig wasserführende Kranbergbek in die Corbek. An dem Zusammenfluss beider Gewässer tritt letztere in dasjenige Tunneltal ein, in dem sich auch der Großensee gebildet hat.
Im zum Teil tief in die Landschaft eingeschnittenen Unterlauf begleiten die Corbek über weite Strecken Erlenbruchwälder. An den Hängen entspringen dort beidseits unzählige namenlose kleine und kleinste Schichtquellen, die nochmals signifikant zum Gesamtabfluss beitragen. Der Mündungsbereich in die Bille schließlich (nach Querung der Möllner Landstraße) steht als Bestandteil des Naturschutzgebiets Billetal seit 1987 unter Naturschutz.
Die Corbek wurde bereits in einer Urkunde vom 13. Juli 1307 über die Grenzziehung zwischen Witzhave und Grande erstmals erwähnt. Ihr Beginn wurde – gemeinsam mit demjenigen der Nachtkoppelbek – in der Vahrendorfschen Karte von 1789–96 an den Löschwasserteichen in Papendorf angesetzt, unterhalb von denen sich auch das Corbektal erstmals wahrnehmbar in die Hohe Geest eintieft.