Cornelia Klinger (geb. 1953 in Leipzig) ist eine deutsche Philosophin. Sie ist außerplanmäßige Professorin für Philosophie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Politische Philosophie, Gesellschaftstheorie und Kulturphilosophie. Klinger hat die feministische Philosophie in Deutschland mitgeprägt.

Klingers Eltern verließen die DDR Ende der 1950er-Jahre. Klinger besuchte die Schule in der westdeutschen Provinz. Sie studierte von 1972 bis 1978 Philosophie, Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte in Köln. Anschließend war sie bis 1983 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Sprache und Literatur der Universität Köln tätig. 1981 promovierte sie zum Dr. phil. mit einer Arbeit über Die politische Funktion der transzendentalphilosophischen Theorie der Freiheit.
Von 1983 bis 2014 war sie als Permanent Fellow (Ständiges Wissenschaftliches Mitglied) am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) in Wien, Österreich, tätig, unter anderem als Leiterin des IWM-Programms Quellen der Ungleichheit. 2013–2014 war sie Amtierende Rektorin am IWM, gemeinsam mit dem US-amerikanischen Philosophen Michael J. Sandel. Klingers Lehraufträge und Gastprofessuren führten sie an die Universitäten Wien, Zürich, Bielefeld, Frankfurt, Klagenfurt, Innsbruck, Tübingen, München, Luzern und Berlin.
1992 habilitierte sie sich an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen mit einer Studie über Ästhetische Modernität und ‘Wiederverzauberung der Welt’. Der Ort der Romantik im Prozess der Moderne. Seit 1993 führt sie eine Privatdozentur, ab 2003 arbeitet sie als außerplanmäßige Professorin für Philosophie an der Universität Tübingen. Seit 2015 lebt und arbeitet Klinger in Hamburg als Privatgelehrte.
2013 verlieh das Österreichische Kanzleramt den Frauen-Lebenswerk-Preis (Käthe-Leichter-Preis) 2013 an Cornelia Klinger.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Klinger, Cornelia |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Philosophin |
| GEBURTSDATUM | 1953 |
| GEBURTSORT | Leipzig |