Cornelia Storz (geboren 1965 in Berlin) ist eine deutsche Wirtschaftswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Innovationsmanagement, Entrepreneurship und institutioneller Wandel. Sie ist Professorin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und leitet seit 2009 die Professur für Innovation und Entrepreneurship, insbesondere Japan/Ostasien, am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. International bekannt ist sie für ihre Forschung zu institutionellen Rahmenbedingungen von Innovationen sowie zu unternehmerischen Ökosystemen.
Storz studierte Betriebswirtschaftslehre und Japanologie an der Universität Bonn. 1996 promovierte sie an der Universität Duisburg-Essen in Volkswirtschaftslehre. Von 1992 bis 1996 war sie dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Es folgten Stationen als Lektorin (1996) und Professorin (1997–2001) für japanische Wirtschaft und Gesellschaft an der Hochschule Bremen. Zwischen 2001 und 2006 war sie Professorin für Japanische Wirtschaft an der Philipps-Universität Marburg.
Seit 2007 ist sie Professorin an der Goethe-Universität Frankfurt am dortigen Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. Dort ist sie auch Mitglied des Interdisziplinären Zentrums für Ostasienforschung (IZO). Seit 2009 leitet sie die Professur für Innovation und Entrepreneurship.
Gastprofessuren und Forschungsaufenthalte führten sie u. a. an die Universität Osaka, das Keck Graduate Institute, die Stanford Graduate School of Business sowie an die Hitotsubashi-Universität in Tokio. Im Rahmen einer Einladung des japanischen Wirtschaftsministeriums (METI) war sie zudem Gastwissenschaftlerin am Research Institute of Economy, Trade and Industry (RIETI) in Tokio.
Storz’ Forschungsschwerpunkte liegen in der Innovations- und Entrepreneurshipforschung, insbesondere in institutioneller und vergleichender Perspektive. Sie untersucht unter anderem, wie neue Industrien entstehen, wie sich unternehmerische Ökosysteme entwickeln und wie Universitäten sowie digitale Organisationen zur Generierung und Diffusion von Wissen beitragen. Weitere Forschungsinteressen betreffen Entrepreneurship in Entwicklungsländern.
Ein besonderes Interesse hat sie zudem an dem Einsatz neuer Methoden zur Gewinnung theoretischer Erkenntnisse, etwa durch Computer Vision. Aktuell beschäftigt sie sich mit der Analyse von Produktdifferenzierung und Identität in digitalen Märkten unter Verwendung von Methoden der Computer Vision.
Ihre Forschungsprojekte wurden von nationalen und internationalen Förderinstitutionen unterstützt, darunter die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Volkswagenstiftung, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Japan Society for the Promotion of Science (JSPS) und private Stiftungen.
Sie war zudem an mehreren Sonderheften beteiligt, u. a. in Research Policy und Socio-Economic Review.
2024 wurde Storz der Mittlere Orden der Aufgehenden Sonne am Band verliehen.
| Personendaten | |
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| NAME | Storz, Cornelia |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Ökonomin |
| GEBURTSDATUM | 1965 |
| GEBURTSORT | Berlin |