| Corsia merimantaensis | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Corsia merimantaensis | ||||||||||||
| P.Royen |
Corsia merimantaensis ist eine blattgrünlose Pflanzenart aus der Familie der Corsiaceae.
Wie alle Arten der Gattung hat auch Corsia merimantaensis die Photosynthese aufgegeben und bildet dementsprechend kein Chlorophyll mehr. Stattdessen lebt sie myko-heterotroph von einem Pilz.
Corsia merimantaensis ist eine ausdauernde Pflanze, die nur zur Blütezeit oberirdisch wächst. Aus dem Rhizom sprießt dann ein 19 bis 19 Zentimeter langer, zylindrischer Stängel. Die Blätter sind bräunlich-purpurn bis gelblich und 10 bis 20 × 3 bis 5 mm groß und besitzen 5 bis 10 Nerven. Der Blütenstiel ist 20 bis 30 mm lang.
Die aufrechten Einzelblüten sind blasspurpurn mit dunkelpurpurnen Streifen, endständig und stehen an Blütenstielen, die 1,5 bis 2,5, als Fruchtstiel bis zu 4,5 Zentimeter lang und glatt sind. Von den sechs Blütenblättern (je drei Tepalen in zwei Blütenblattkreisen) sind fünf eiförmig-linealisch, stumpf, 10 bis 15 Millimeter lang und 1,5 bis 2 Millimeter breit, drei- bzw. fünfnervig und glatt.
Das oberste sechste Blütenblatt, das sogenannte Labellum, ist bräunlich-rosa bis purpurn. Es ist oval-herzförmig bis schmal herzförmig, 12 bis 18 mal 6 bis 11 mm groß. Die Spitze ist spitz bis abgestumpft, die Basis ist schwach herzförmig. Auf jeder Seite besitzt sie 7 bis 9 Nerven, die vom der proximalen Hälfte des Labellums ausgehen. Sie verzweigen sich zu den Rändern hin. Die Nerven sind bräunlich-rosa bis purpurn. Der basale Kallus ist schmal-elliptisch, mit einem leicht erhöhten Rand, die Spitze ist deutlich zweigeteilt und fein mit Papillen besetzt und 4 bis 5 × 1,5 bis 2,5 mm groß. Der erhöhte Rand ist bräunlich-rosa bis bleich-gelb. An der Basis und in der Mitte ist er mit dem Labellum verbunden. Der basale und der zentrale Bereich sind dunkel-purpurn bis rötlich-braun. Der Bereich um den basalen Kallus am Labellum trägt 5 bis 6 linear-lammellige Nebenkalli an jeder Seite, die den Hauptnerven folgen. Sie verwachsen mit dem Labellum vor den Rändern. Die Nebenkalli sind gelb, bis 0,3 mm breit, der Rand ist dicht mit Papillen besetzt.
Die fünf seitlichen Tepalen sind purpurn bis gelb, lanzettlich bis linealisch mit einer lanzettlichen unteren Hälfte. Sie sind 10 bis 15 × 1,5 bis 2,5 mm groß. Alle stehen aufrecht, senkrecht zur Ebene des Labellums. Sie weisen strahlenartig nach außen. Manchmal sind sie an den Rändern schwach mit Papillen besetzt. Sie haben 3 bis 5 (selten 6) Nerven.
Die Staubfäden sind 0,5 bis 1 mm lang, die Antheren sind gelb und 0,5 bis 1 mm lang. Der Fruchtknoten ist rötlich-purpurn bis gelb mit rötlich-purpurnen Streifen. Er ist 10 bis 15 × 2 bis 4 mm groß. Der Griffel ist purpurn und 2 bis 3 mm lang.
Die Frucht ist purpurn und 15 bis 45 × 3 bis 4 mm groß.
Corsia merimantaensis wächst in moosigen Bergregenwäldern in Höhenlagen von 1060 bis 2509 m Seehöhe. Das Verbreitungsgebiet befindet sich in Papua-Neuguinea in den östlichen Bismarck-Bergen und auf der Huon-Halbinsel, das ist von der Enga bis zur Morobe Province.
Corsia merimantaensis wurde 1972 von Pieter van Royen erstbeschrieben. Sie wird in der Sektion Corsia platziert, da das Labellum direkt mit dem Gynostemium verwachsen ist. Die Art ähnelt am stärksten Corsia lamellata, unterscheidet sich jedoch von ihr vor allem in der Form des Labellums und des basalen Kallus.
In ihrer Gattungsrevision haben Hatt und Lamei 2026 die beiden bis dahin eigenständige Art Corsia huonensis P.Royen unter Corsia merimantaensis synonymisiert. Die Untersuchung des den Autoren vorliegenden Materials zeigte, dass C. huonensis keine eigenständigen Art ist, sondern innerhalb der Schwankungsbreite von Corsia merimantaensis liegt.
Das Artepitheton merimantaensis verweist auf die Typlokalität Merimanta in Papua-Neuguinea.