Lange nahm man an, dass die Rebsorten Corvina und Corvinone enge Verwandte sind, wodurch sich auch die Ähnlichkeit der Namen erklärt. DNA-Tests ergaben jedoch, dass sich die beiden Rebsorten weitestgehend unabhängig voneinander entwickelt haben.
Synonyme
Die Rebsorte ist auch unter folgenden Namen bekannt: Corba, Corgnola, Corniola, Corvina, Corvina Comune, Corvina Doppia, Corvina Gentile, Corvina Nera, Corvina Nostrana, Corvina Pelosa, Corvina Reale, Corvina Rizza, Corvine Nostrana, Croetto, Crovina, Cruina, Cruina Zervei De Gatto, Curvina, Curvinessa, Martinenga, Sgorbera.
Die Triebspitze ist offen. Sie ist leicht wollig behaart und leicht rosa gefleckt. Die gelblich-grünen Jungblätter sind schwach behaart.
Die mittelgroßen bis großen Blätter sind fünflappig und mäßig gebuchtet. Die Stielbucht ist lyra-förmig ausgeprägt und die Enden überlappen. Das Blatt ist fein gezahnt.
Die leicht konusförmige Traube ist geschultert, groß und dichtbeerig. Die länglich-ovalen Beeren sind groß und von pflaumenähnlich dunkelvioletter Farbe. Die Schale der Beere ist dick. Das Aroma der Beere leicht adstringierend.
Die Sorte reift ca. 30 Tage nach dem Gutedel und gilt somit als spätreifend. Corvinone Veronese ist eine Varietät der Edlen Weinrebe (Vitis vinifera). Sie besitzt zwittrige Blüten und ist somit selbstfruchtend. Beim Weinbau wird der ökonomische Nachteil vermieden, keinen Ertrag liefernde, männliche Pflanzen anbauen zu müssen.
Jancis Robinson: The Oxford Companion to Wine, Oxford University Press
Jancis Robinson, Julia Harding, José Vouillamoz: Wine Grapes, A complete guide to 1368 vine varieties, including their origins and flavours, Ecco, 1. Auflage 2012, ISBN 978-0062206367