| Cours Mirabeau | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Ort | Aix-en-Provence | |
| Ortsteil | Stadtzentrum | |
| Angelegt | 1651 | |
| Hist. Namen | Cours à carosses | |
| Anschlussstraßen | (östlich): Rue de l’Opéra | |
| Querstraßen | (Auswahl) Rue Laroque, Rue du 4 Septembre, Rue Frédéric Mistral | |
| Plätze | Place du Général du Gaulle, Place Forbin | |
| Technische Daten | ||
| Länge | 440 m | |
Der Cours Mirabeau ist ein Boulevard und eine der Hauptachsen im Stadtzentrum der französischen Universitätsstadt Aix-en-Provence. Er führt in Ost-West-Richtung vom Place du Général du Gaulle bis zum Place Forbin. Der Cours Mirabeau stellt die touristische Flaniermeile der Stadt dar und verbindet das südliche Quartier Mazarin mit der nördlichen Altstadt.
Der Cours Mirabeau ist nach dem Schriftsteller und Politiker Graf Gabriel-Honoré de Mirabeau benannt, der 1789 von den Bürgern der Stadt zum Abgeordneten des Dritten Standes in den Generalständen gewählt wurde. Vor ihrer Entstehung befand sich an dieser Stelle die alte Stadtmauer und der Hinrichtungsplatz von Aix. Der Cours wurde 1651 angelegt und trug ursprünglich den Namen Cours à carosses. Anfänglich diente der Cours ausschließlich der Repräsentation, auf dem nur die Kutschen der Adligen verkehren durften. Es durften weder Geschäfte eröffnet werden, noch Maultierkarren oder Handwagen auf der Allee fahren. Im achtzehnten Jahrhundert entwickelte sich der Cours zu einer ansehnlichen Flaniermeile. 1792 eröffnete das berühmte Café Les Deux Garçons. 1876 bekam die Allee ihren heutigen Namen.
Die Platanenallee mit den charakteristischen vermoosten Brunnen auf der Mittelachse wird von prächtigen und vornehmen Gebäuden aus dem siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert gesäumt. An der Südseite befinden sich reich dekorierte Adelspaläste und alte Stadthäuser, in denen heute Banken, Confiserien und ein Teil der Universität untergebracht sind. Viele davon tragen schmiedeeiserne Balkone, die von Karyatiden, Atlanten oder Festonen mit Fruchmotiven gestützt werden. An der nördlichen Seite reihen sich Cafés, Restaurants, Buchläden und Boutiquen.

Das renommierte Café Les Deux Garçons befindet sich im östlichen Abschnitt an der Rue Fabrot und ist etwa so berühmt wie das Caffè Florian in Venedig oder das Café de Flore in Paris. Es galt als Treffpunkt vieler bekannter Literaten und Künstler wie etwa Émile Zola, Paul Cézanne, Jean Giraudoux, Blaise Cendrars oder Jean Cocteau.

Koordinaten: 43° 31′ 36″ N, 5° 26′ 55″ O