
Der Crap Fraissen (Eschenstein) ist ein fünf Meter hoher Findling aus Ilanzer Verrucano-Gestein. Er liegt an einem Wanderweg gut 500 Meter oberhalb des Laaxersees in Laax im Kanton Graubünden in der Schweiz.
Vom Stein aus hatte man früher einen weiten Überblick über das Dorf, den See und die umliegenden Weiden. Auf seiner Oberfläche gravierten Menschen in der Bronzezeit vor gut 3000 Jahren Vertiefungen ein, deren Bedeutung heute ungeklärt ist. Denkbar ist, dass vom Stein aus der Lauf der Gestirne beobachtet wurde, vergleichbar zur astronomischen Anlage Parc la Mutta im nahen Falera. Eine Peillinie weist vom Crap Fraissen aus über den Turm der Kirche von Valendas auf jenen Punkt am Horizont, an dem die Sonne am Tag der Wintersonnenwende aufging.
Zum Teil sind die Schalen mit Rinnen verbunden, die im Zusammenhang mit einem Opferkult als «Blutrinnen» gedeutet werden. Die sechs eingravierten Buchstaben sind wesentlich jüngeren Datums; ihre Bedeutung ist unklar. Sie könnten in Zusammenhang mit der Christianisierung solcher vorzeitlicher Kultsteine stehen.
Mit dem Crap Fraissen verbindet sich eine Sage:
Koordinaten: 46° 48′ 38,4″ N, 9° 15′ 9,2″ O; CH1903: 738434 / 185989