Marketingkooperation

Marketingkooperationen bezeichnen die Zusammenarbeit mindestens zweier Organisationen auf der Wertschöpfungsstufe des Marketing mit dem Ziel, durch die Bündelung spezifischer Kompetenzen und/oder Ressourcen Marktpotenziale auszuschöpfen.

Marketingkooperationen machen immer dann Sinn, wenn sich die unterschiedlichen Marketingziele zweier Unternehmen in einer konkreten Leistung/Maßnahme für den Endkunden in Einklang bringen lassen. Entscheidend ist, dass durch die Kooperation eine Win-Win-Situation hergestellt wird, mit klarem Nutzen für den Endkunden und beide Partner.

Marketingkooperationen erweitern dadurch die Perspektive des Marketing: Während es beim Marketing im Allgemeinen um die optimale Gestaltung der Beziehungen zwischen einem Unternehmen und seinen bestehenden sowie potenziellen Kunden geht, werden bei Marketingkooperationen die Marketingaktivitäten daraufhin überprüft, inwiefern sich durch die Einbindung eines Partners die Beziehungen zwischen Unternehmen und Kunden verbessern lassen.

Im selben Zusammenhang werden unter anderem auch die folgenden Begriffe verwendet: Marketing-Allianz, Co-Marketing, Kooperationsmarketing und Cross-Marketing bzw. speziell auf Marken bezogen Markenallianzen.

Bedeutung

Die Bedeutung von Kooperationen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen: Unternehmen erkennen hierin einen Ansatz zur Realisierung von Wachstumspotenzialen, die sie aufgrund fehlender Kompetenzen alleine nicht realisieren können. Im Zuge der großen Mergers & Acquisitions-Welle gegen Ende der neunziger Jahre wurde deutlich, dass Kooperationen (insbesondere auf der Wertschöpfungsstufe des Marketing) häufig den weitaus flexibleren und kurzfristig wirkungsvolleren Ansatz für gemeinsames Wachstum darstellen als Unternehmenszusammenschlüsse bzw. -käufe.

Studien zeigen, dass Unternehmen auch weiterhin von einer steigenden Bedeutung von Marketingkooperationen ausgehen – auch in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise.

Ziele

Im Wesentlichen lassen sich vier Ziele von Marketingkooperationen unterscheiden:

Diese Ziele werden manchmal einzeln, in vielen Fällen jedoch in einer Kombination verfolgt.

Erscheinungsformen

Marketingkooperationen treten in den unterschiedlichsten Facetten auf, so zum Beispiel in Form von:

Beispiele

Quellen

  1. ↑ Sempora Consulting, Noshokaty, Döring & Thun: Zwei von drei Allianzen scheitern, Handelsblatt, 14. Juni 2007.
  2. ↑ Noshokaty, Döring & Thun: Marketingkooperationen in der Krise? - Ergebnisse einer branchenübergreifenden Studie (Memento des Originals vom 25. Juni 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Absatzwirtschaft Online, 14. Mai 2009.
  3. ↑ Cremissimo Publikumspresse, Wie Langnese Cremissimo zu Milka Kuhflecken kam (Memento des Originals vom 27. September 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Januar 2002.
  4. ↑ R. Willhardt: Das seltsame Paarungsverhalten von Marken. In: Absatzwirtschaft. Zeitschrift für Marketing, Juli 2007, S. 40–43.
  5. ↑ LG Electronics: PRADA phone by LG 3.0, 2011.
  6. ↑ Opel Website, Tiagracouture & Mango (Memento des Originals vom 16. Juli 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., 2007.
  7. ↑ Apple-Website, Nike + iPod, 2007.
  8. ↑ red: Office Gold Club stellt Aktivitäten ein. 15. Mai 2020, abgerufen am 20. Juli 2020 (deutsch).
  9. ↑ Handelsblatt, Handelsblatt, 2009.
  10. ↑ Deutschlandradio, Deutschlandradio, 2007.

Literatur