Es handelt sich bei Cubocephalus nach Townes & Gupta (1962) um die artenreichste Gattung in der Tribus und eine der schwierigsten. Townes & Gupta (1962) beschreiben die Gattung Cubocephalus u.a. anhand folgender Merkmale: Die Vorderflügel sind zwischen 3,5 und 11,5mm lang. Die Schlupfwespen weisen einen schlanken Körper auf. Der Clypeus ist breit und ziemlich flach, etwa 1,9- bis 3,5-mal so breit wie lang, die Enden abgestutzt. Das Areolet (kleine Flügelzelle im Vorderflügel) ist fünfeckig. Der Legebohrer der Weibchen ist zwischen 0,25 bis 1,4 mal so lang wie der Vorderflügel. Weiterhin ist der Legebohrer leicht bis kräftig nach oben gebogen.
Verbreitung
Die Arten der Gattung Cubocephalus kommen in der Holarktis vor. In Mitteleuropa kommen u.a. folgende Arten vor: C. anatorius, C. associator, C. fortipes, C. sperator und C. sternocerus.
Lebensweise
Die Schlupfwespen der Gattung Cubocephalus sind solitäre Ektoparasitoide von LarvenEchter Blattwespen (Tenthredinidae), die sich in Pflanzengewebe verpuppen. C. anatorius und C. distinctor sind als Parasitoide von Strongylogaster multifasciata und Strongylogaster xanthocerta bekannt. Die Larven dieser beiden Wirtsarten nutzen als Nahrungspflanze ausschließlich Adlerfarn und sind weiterhin an ältere Kiefern gebunden, in deren Borke sie sich zur Überwinterung einbohren. Sie verpuppen sich gewöhnlich später in der Puppenwiege. Das Schlupfwespenweibchen legt mit Hilfe ihres Legebohrers ein Ei an der Wirtslarve im Pflanzengewebe, im Falle von Strongylogaster-Wirtslarven in der Borke, ab.
Systematik
Der Gattung Cubocephalus werden etwa 73 beschriebene gültige Arten (GBIF, Stand 2025) zugeordnet.
Im Folgenden eine Artenliste (Auswahl):