John DeCuir (* 4. Juni 1918 in San Francisco, Kalifornien; † 29. Oktober 1991 in Santa Monica, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Filmarchitekt.
John DeCuir erhielt nach seiner Ausbildung an der Chouinard Art School im Jahr 1938 eine Anstellung als Assistent bei Universal Studios und war ab Mitte der 1940er Jahre hier als Artdirector tätig.
1949 wechselte er zu 20th Century Fox. Nach anfänglich wenig anspruchsvollen Aufgaben betraute man ihn 1951 bei Schnee am Kilimandscharo erstmals mit einem Prestigeprojekt. Ab 1958 wurde er auch bei Großprodukten wie Bibel-Epen, Historien-Monumentalfilmen und aufwendigen Musikfilmen eingesetzt. So ließ er in Der Fischer von Galiläa das Heilige Land zur Zeit Jesu und in Cleopatra das alte Ägypten erstehen und schuf für Michelangelo – Inferno und Ekstase unter anderem eine zweite Sixtinische Kapelle. Trotz DeCuirs üppiger Architektur blieben die Filme dieser Zeit hinter den Erwartungen zurück, während er in seinem Spätwerk und mit geringerem Budget noch einige Erfolge verbuchen konnte.
Für sein Schaffen wurde er insgesamt elf Mal für den Oscar nominiert. Drei Mal erhielt er den Preis, die jeweiligen Filme waren Der König und ich, Cleopatra sowie Hello, Dolly!. Er arbeitete nur vereinzelt für das Fernsehen, 1978 erhielt er für die Fernsehproduktion Ziegfeld: The Man and His Women den Emmy. Sein letzter Film war Staatsanwälte küßt man nicht im Jahre 1986.
Auch sein Sohn John DeCuir junior arbeitet als Szenenbildner und arbeitete unter anderem an Top Gun.
| Personendaten | |
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| NAME | DeCuir, John |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Szenenbildner und Artdirector |
| GEBURTSDATUM | 4. Juni 1918 |
| GEBURTSORT | San Francisco, Kalifornien, Vereinigte Staaten |
| STERBEDATUM | 29. Oktober 1991 |
| STERBEORT | Santa Monica, Kalifornien, Vereinigte Staaten |