| Curare | ||||
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| Livealbum von Daunik Lazro / Jean-François Pauvros / Roger Turner | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Format(e) |
CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
4 | |||
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46:10 | ||||
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Besetzung |
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Danas Mikailionis | ||||
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Aufnahmeort(e) |
Instants Chavirés (Montreuil), Festival Jazz en Franche-Comté (Besançon) | |||
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Curare ist ein Musikalbum von Daunik Lazro, Jean-François Pauvros und Roger Turner. Die 2008 und 2010 entstandenen Aufnahmen erschienen am 11. Dezember 2011 auf NoBusiness Records.
Zu dem französischen Duo aus dem Saxophonisten Daunik Lazro und dem Gitarristen Jean-François Pauvros gesellte sich der englische Schlagzeuger Roger Turner. Das Album enthält vier ausgedehnte Stücke, die bei zwei Live-Auftritten des Trios in Frankreich entstanden. Die Tracks 1 und 2 wurden am 7. November 2008 von Jean-Marc Foussat und Dominique Pauvros live im Veranstaltungsort Instants Chavirés in Montreuil aufgenommen, die Tracks 3 und 4 am 30. Juni 2010 von Jean-Marc Foussat live beim Festival Jazz en Franche-Comté in Besançon aufgenommen.
Die Kompositionen stammen von Lazro, Pauvros und Turner.
Nach Ansicht von John Sharpe, der das Album in All About Jazz rezensierte, handle es sich trotz der Zurückhaltung der Musiker nicht um reine Improvisation, da trotz fehlender Melodien und gleichmäßigem Tempo eine starke Dynamik und ein starker Vorwärtsdrang vorhanden seien. Die entstandenen Klänge würden sich größtenteils auf ihre instrumentale Quelle zurückführen lassen. Letztendlich hänge das Hörerlebnis von den Fähigkeiten der Beteiligten in Bezug auf Klangplatzierung, Klangfülle, Dynamik und Ansprache ab. In diesem Zusammenhang sei es bezeichnend, dass insbesondere Lazro und Turner über viel Erfahrung mit dieser Art von spontaner, abstrakter Improvisation verfügen. Pauvros, der eigentlich aus dem Avantgarde-Rock komme und mit dem Gitarristen Elliott Sharp zusammengearbeitet hätte, würde sich hier dennoch gut einfügen.
Keine Stimme würde dabei dominieren, so Sharpe weiter. In Lazros Händen werde das Baritonsaxophon zum Vehikel für feinsinnigen Ausdruck, von kaum hörbarem Flüstern und Quietschen bis hin zu kehligem Krächzen und qualvollen Schreien. Turner agiere mit zurückhaltender Leidenschaft, während Pauvros' Spezialität darin bestehen würde, mit einem Bogen auf seiner Gitarre unterirdische Klänge und wohlklingendes Rubato sowie kantige, an Morsecodes erinnernde Geräusche zu erzeugen. Alles sei kunstvoll gestaltet mit einer Vielfalt unkonventioneller Klangfarben, die sich nicht wiederholten und wie ein Gespräch in einer unbekannten, aber erkennbar kohärenten Sprache mit eigener Grammatik und Logik wirken würden.