Kurt Neuburger

Kurt Neuburger 1974
Kurt Neuburger o. D.

Ernst Wolfgang Kurt Neuburger (Pseudonym Kew Rubugener; * 1. November 1902 in Deutsch-Wilmersdorf; † 30. März 1996 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller.

Leben

Kurt Neuburger war der Sohn des Lepidopterologen Wilhelm Neuburger und der Alice, geb. Grabow. Die Familie war evangelischer Konfession. Seine Eltern ließen sich 1908 scheiden. Neuburger wuchs danach in Gelsdorf bei Rostock auf, wo er eine Bühnenausbildung am Stadttheater absolvierte. Anschließend wirkte er als Dramaturg, Regisseur und Schauspieler an Bühnen in Lübeck, Breslau und Berlin. Daneben verfasste er Gedichte und gab von 1924 bis 1925 die Berliner Schwulen-Zeitschrift Die Fanfare. Für freies Menschentum heraus. Noch vor der Machtergreifung der Nazis gab Neuburger seine erlernten Berufe auf. Er entzog sich dem Wehrdienst unter Vorspiegelung einer Krankheit und bestritt seinen Lebensunterhalt fortan mit der von ihm gegründeten Kapelle Kurt Neuburger, mit der er in Ostseebädern auftrat.

Nach 1945 lebte Neuburger als freier Schriftsteller in Berlin. Er pflegte enge Kontakte zu Kreuzberger Künstlerkreisen. Seit den 1950er Jahren versammelte sich in seiner Wohnung ein Kreis literarisch und künstlerisch Gleichgesinnter. Neuburger gehörte zum Kreis um die Galerie Die Zinke in Berlin-Kreuzberg und gründete 1960 die Literarische Werkstatt Kreuzberg.

Kurt Neuburger schrieb vorwiegend Gedichte. Er kreierte eine dem Haiku verwandte Gedichtform namens „Ritning“. Er schrieb auch Romane, Erzählungen, Essays, Theaterstücke und Hörspiele. 1964 erhielt er den von Harald Wieland gestifteten Wieland-Preis. Sein Nachlass mit zahlreichen ungedruckten Manuskripten befindet sich im Deutschen Literaturarchiv Marbach.

Werke

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Geburtsregister StA Deutsch-Wilmersdorf Nr. 765/1902
  2. ↑ Heiratsregister StA Berlin II Nr. 17/1893
  3. ↑ Hans W. Korfmann: Ein Kreuzberger Kauz. In: Kreuzberger Chronik, Nr. 184, November 2016.
  4. ↑ Kürschners deutscher Literaturkalender, 58. Jg. 1981, S. 1388.
Personendaten
NAME Neuburger, Kurt
ALTERNATIVNAMEN Rubugener, Kew (Pseudonym); Neuburger, Erst Wolfgang Kurt (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Schriftsteller
GEBURTSDATUM 1. November 1902
GEBURTSORT Berlin-Wilmersdorf
STERBEDATUM 30. März 1996
STERBEORT Berlin