| Município de Curvelo Curvelo | |||
|---|---|---|---|
Stadtzentrum von Curvelo | |||
|
| |||
| Koordinaten | 18° 45′ S, 44° 25′ W | ||
| Symbole | |||
| |||
| Gründung | 1831 (Munizip) | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Minas Gerais | ||
| ISO 3166-2 | BR-MG | ||
| Região intermediária | Curvelo (seit 2017) | ||
| Região imediata | Curvelo (seit 2017) | ||
| Höhe | 633 m | ||
| Klima | tropisches Savannenklima | ||
| Fläche | 3296 km² | ||
| Einwohner | 84.297 (2025) | ||
| Dichte | 25,6 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−3 | ||
| Website | www.curvelo.mg.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| HDI | 0,713 (2010) | ||
Curvelo ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Minas Gerais im Südosten des Landes. Sie liegt im zentralen Teil des Bundesstaates und ist ein wichtiges regionales Zentrum für Handel, Dienstleistungen und Landwirtschaft. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 84.000 geschätzt.
Curvelo liegt im Zentrum von Minas Gerais auf einer Höhe von etwa 633 Metern über dem Meeresspiegel. Curvelo bezeichnet sich aufgrund seiner geografischen Lage – dem Übergangsgebiet zu einer trockeneren Vegetation – als „Tor zum Sertão“ (Portal do Sertão). Es befindet sich zwischen den Flussgebieten des São Francisco, des Rio das Velhas, des Paraopeba, des Cipó und des Bicudo. Angrenzende Gemeinden sind: Corinto, Felixlândia, Inimutaba, Monjolos, Morro da Garça, Presidente Juscelino und Santo Hipólito.
Das Klima ist tropisches Savannenklima mit warmen Temperaturen und ausgeprägten Regen- und Trockenzeiten. Die Durchschnittstemperaturen liegen meist zwischen 15 und 30 °C.
Um 1700 nutzten Entdecker aus Bahia und São Paulo, die auf der Suche nach Gold und anderen Edelsteinen die Flüsse São Francisco und Guaicuí hinauf- oder hinabreisten, die Ufer des Baches Santo Antônio als Rastplatz. Einige beschlossen, sich dort niederzulassen, und um eine einfache Kapelle herum entstand das Siedlungszentrum. Benannt wurde die Ortschaft nach Pater Antônio Corvelo de Ávila. 1831 wurde Curvelo offiziell zur eigenständigen Gemeinde erhoben.
Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 84.000 Personen geschätzt. Die Bevölkerung lebt überwiegend im verstädterten Ortskern. Ethnisch sind knapp drei Drittel der Einwohner vermischter Abstammung. Die Alphabetisierungsrate liegt bei 95 Prozent (2022).
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1991 | 59.015 |
| 2000 | 67.512 |
| 2010 | 74.004 |
| 2022 | 80.665 |
| Volkszählungen | |
Die Region ist ein bedeutender Produzent landwirtschaftlicher Erzeugnisse und verfügt über eine entwickelte Infrastruktur. Historisch sehr bedeutsam war der Anbau von Baumwolle. Im 21. Jahrhundert sind insbesondere die Milchwirtschaft und die Forstwirtschaft sehr wichtig. Darüber hinaus spielen kleinere Industriebetriebe und der regionale Handel eine wichtige Rolle. Curvelo bildet ein regionales Handels- und Dienstleistungszentrum.
Curvelo gehört zum römisch-katholischen Erzbistum Diamantina. Neben der katholischen Kirche sind auch verschiedene protestantisch-freikirchliche Gemeinden vertreten.