DDOD-Syndrom

Klassifikation nach ICD-10
Q82.4 Ektodermale Dysplasie (anhidrotisch)

- Robinson-Miller-Bensimon-Syndrom

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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Klassifikation nach ICD-11
LD27.0Y Sonstige näher bezeichnete Ektodermale Dysplasien
ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion)

Das DDOD-Syndrom ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit den Hauptmerkmalen Schwerhörigkeit ab Geburt, Anomalien der Zähne und Nageldystrophie.

Das Syndrom kann als Sonderform der ektodermalen Dysplasie angesehen werden.

Synonyme sind: Robinson-Miller-Bensimon-Syndrom; Robinson-Syndrom; autosomal-dominantes Schwerhörigkeit-Onychodystrophie-Syndrom

Die Namensbezeichnungen beziehen sich auf die Autoren der Erstbeschreibung aus dem Jahre 1962 durch den kanadischen Pädiater Geoffrey C. Robinson, den Humangenetiker James R, Miller und J. R Bensimon.

Nicht zu verwechseln ist das Robinson-Miller-Worth-Syndrom.

Verbreitung

Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1.000.000 angegeben, die Vererbung erfolgt autosomal-dominant. Ein ähnliches Syndrom mit allerdings autosomal-rezessiver Vererbung ist das DOOR-Syndrom.

Ursache

Der Erkrankung liegen Mutationen im ATP6V1B2-Gen auf Chromosom 8 Genort p21.3 zugrunde.

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:

Hinzu können Syndaktylie der Zehen, und präaxiale Polydaktylie der Hand kommen.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Bernfried Leiber (Begründer): Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Hrsg.: G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger. 7., völlig neu bearb. Auflage. Band 2: Symptome. Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1990, ISBN 3-541-01727-9.
  2. 1 2 Eintrag zu Schwerhörigkeit-Onychodystrophie-Syndrom, autosomal-dominantes. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten), abgerufen am 8. August 2024.
  3. ↑ G. C. Robinson, J. R. Miller, J. R. Bensimon: Familial ectodermal dysplasia with sensori-neural deafness and other anomalies. In: Pediatrics, 1962, Band 30, S. 797–802.
  4. ↑ Deafness, congenital, with onychodystrophy, autosomal dominant. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)